Fassade der Befreiungshalle in Kelheim wird für drei Millionen Euro saniert
Erinnerungsort von gesamteuropäischer Dimension

Kelheim(KNA) Zum 150-jährigen Bestehen der Befreiungshalle in Kelheim lässt der Freistaat Bayern die Fassade des Baus für drei Millionen Euro sanieren. Das kündigte Finanzminister Markus Söder (CSU) am Montag an. Außerdem weihte er eine Informationstafel zur Bau- und Restaurationsgeschichte des Denkmals ein.

Bereits in den Jahren zuvor hatte der Freistaat 6,5 Millionen Euro in den Erhalt investiert. Damit wurde der Besucherservice verbessert sowie das historischen Eisentragwerk des Daches entrostet, die Dachschalung erneuert und mit Kupferblech gedeckt.

Die neue Stele bietet eine Zusammenfassung der Bau- und Restaurierungsgeschichte der Befreiungshalle. Der von König Ludwig I. (1786 bis 1868) in Auftrag gegebene Bau wurde im Andenken an die gewonnenen Schlachten gegen Napoleon während der Befreiungskriege errichtet. Der Monarch wollte eine Erinnerung an die Befreiung aus der napoleonischen Vorherrschaft haben. Die Architekten Friedrich Gärtner und Leo von Klenze schufen daraufhin auf den Michelsberg bei Kelheim einen nationalen Erinnerungsort von gesamteuropäischer Dimension.
Im Inneren des mit einer mächtigen Rundkuppel gekrönten Baus befinden sich 34 Siegesgöttinnen aus Carrara- und Schlandersmarmor. Sie stehen für die 34 deutschen Staaten zur Zeit der Erbauung. Auf ihren Schilden finden sich die Namen der siegreichen Schlachten. Nach der Grundsteinlegung dauerte es fast 21 Jahre bis zur Einweihung der Halle am 18. Oktober 1863. Diese fiel auf den 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig. Heute besichtigen laut Finanzministerium jährlich weit über 100 000 Besucher die Gedenkstätte.
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