06.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Frankfurt/Main. Kulturnotizen Reich-Ranicki: Werkausgabe

von Redaktion OnetzProfil

(dpa) Der Verwalter des literarischen Nachlasses von Marcel Reich-Ranicki, Thomas Anz, will dessen Kritiken in einer großen Werkausgabe herausbringen. Zunächst wird aber am kommenden Montag ein Band mit Essays des vor einem Jahr gestorbenen "MRR" erscheinen, wie der Germanistikprofessor ankündigte. Im Buch sind viele Kritiken Reich-Ranickis zusammengefasst - von der Literatur des Mittelalters bis zur Gegenwart. Bis zur umfassenden Werkausgabe werde es aber noch einige Jahre dauern, sagte Anz der Nachrichtenagentur dpa.

Anz, der früher unter Reich-Ranicki bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" arbeitete, betreut an der Universität Marburg seit längerem eine Forschungsstelle zu Reich-Ranicki. Dieser hat ihn zum literarischen Nachlassverwalter gemacht. "Ich war überrascht und natürlich auch geehrt", sagte Anz, der als Professor seit kurzem emeritiert ist.

Wiener Staatsoper: Rücktritt des Direktors

Wien.(dpa) Der Dirigent Franz Welser-Möst hat am Freitag seinen Rücktritt als Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper erklärt. Der Amtsverzicht nach vier Jahren gelte mit sofortiger Wirkung, teilte Welser-Möst der Direktion in einem Brief mit.

Der Grund liege in "Auffassungsunterschieden in künstlerischen Belangen", erklärte der 54-jährige Musiker nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Welser-Möst sagte alle für die Saison 2014/15 vorgesehenen Dirigate und Neuproduktionen ab.

Gurlitt: Noch einen Monet im Koffer

München/Berlin.(dpa) Im Nachlass des umstrittenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt ist nach Angaben der Berliner Taskforce ein weiteres wertvolles Bild gefunden worden. In einem Koffer, den der im Mai gestorbene Gurlitt im Krankenhaus dabei hatte, befand sich ein Landschaftsbild von Claude Monet. Es sei dem Nachlasspfleger am Montag übergeben worden und befinde sich nun mit den anderen Werken aus Gulitts Sammlung in einem Depot. Die Taskforce "Schwabinger Kunstfund" werde das Bild daraufhin prüfen, ob es sich um Nazi-Raubkunst handelt.

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