14.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Gerade noch rechtzeitig vor heftigem Gewitter endet Tanzflecker Kirwa - Sieben Paare tanzen aus Kaum ist der Baum verlost, kracht's

Die Kirwagemeinschaft Tanzfleck, hier mit dem neuen Oberkirwapaar Christian Bauer und Julia Rauscher (sitzend Mitte), feierte ein zünftiges Fest. Bild: bk
von Siegfried BockProfil

Auch bei der fünften Auflage, seit sie das Fest vorverlegte, hatte die Kirwagemeinschaft Glück mit dem Wetter. Dessen wurden sich die Verantwortlichen zwei Stunden nach Ende des dreitägigen Feiermarathons erst so richtig bewusst, als gegen Mitternacht ein Gewitter mit 15-minütigem, heftigen Sturm und Regen über den Ort hereinbrach. Trotz der langen Partynacht und der Baumwache bis zum Gebetläuten - die Teilnahme am Gottesdienst sahen die Moidln und Burschen als Ehrensache an. "So alt wie ich ist eure Kirche als die Mitte eures Ortes mit Christus in der Mitte", sagte Pfarrer Konrad Kummer aus Ehenfeld anlässlich des 80. Weihetags.

Am Glauben festhalten

Die Vorfahren hätten viele Opfer gebracht, diese Josefskirche zu bauen und zu erhalten. Kummer übertrug das Evangelium als Anfrage an alle, sich Zeit zu nehmen, um mit Gott über Sorgen und Anliegen zu sprechen, ihm aber auch zu danken für alles erlebte Schöne und ihn um Vergebung zu bitten. "Gott gebührt der erste Platz in unserem Leben", unterstrich Kummer.

"Haltet auch ihr, wie eure Mütter und Väter, am Glauben der Kirche fest und vermittelt ihn weiter an eure Kinder. Ohne einen starken Glauben seid ihr ohne Halt", ermutigte Kummer die Festgemeinde. "Lasst euch nicht täuschen, fallt nicht herein auf die Propheten des Egoismus, der falsch verstandenen Selbstverwirklichung und der irdischen Heilslehren, die diese Welt ohne Gott gestalten", wandte sich der Ruhestandsgeistliche an die jungen Menschen.

Hoch auf dem gelben, mit Sonnenblumen verzierten Wagen und vom Traktor von Johannes Amann gezogen, drehten die sieben Paare erst eine Runde über Rothaar, ehe sie mit Musik, Schlachtrufen und Gesängen auf dem Festplatz eintrafen. Groß war die Schar der Zuschauer, als sie die mit Kreisheimatpfleger Dieter Kohl einstudierten Tänze um den Baum zeigten.

Blumenstrauß geht herum

Es folgte ein weiterer Höhepunkt. Während des Walzers wurde ein Blumenstrauß weitergereicht. Als die Musik nach einiger Zeit kurz zu spielen aufhörte, stand das Oberkirwapaar fest.

Diese Ehre wurde heuer erstmals zwei waschechten Tanzfleckern zuteil: Christian Bauer und Julia Rauscher. Die "Allerscheynstn" leiteten nach dem Einmarsch mit zünftiger Musik ohne Verstärker auch das Finale ein.

Vorsitzende Nadine Bär hob die große Unterstützung durch viele Helfer und Besucher hervor und spendierte 100 Freigetränke. Die erste Amtshandlung des Oberkirwapaars war die Verlosung von 30 Sachpreisen und Gutscheinen. 1000 Lose hatte der Verein abgesetzt. Fabian Götz und Christian Ertl war Fortuna gleich dreimal hold. Mit Spannung erwartete man die Verlosung des Baums: Festplatz-Nachbar Josef Regner war der strahlende Gewinner.

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