01.06.2010 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Hildegard-Expertin Johanna Eisner empfiehlt Kur mit dem Frühlingssaft: Muntermacher Wermut

Kemnath.(stg) "Wenn der Wermut frisch ist, dann zerstampfe ihn und presse durch ein Tuch den Saft." So hat es bereits Hildegard von Bingen niedergeschrieben. Noch heute wird dem Wermut eine heilende und Krankheiten vorbeugende Wirkung nachgesagt. "Mit einer Wermut-Kur bleibt man auf Vordermann", sagt Hildegard-Expertin Johanna Eisner aus Haunritz bei Kemnath.

von Redaktion OnetzProfil

Viele nutzen die Monate Mai und Juni, um eine sogenannte Wermutkur zu beginnen. Die heilige Hildegard hat das Kraut als "Meister über alle Erschöpfungen" bezeichnet. Für die Wermutkur benötigt man den Wermut-Frühlingssaft. Johanna Eisner empfiehlt dafür einen Liter Wein, 20 bis 40 Gramm Wermut und 150 Gramm Honig. Wein und Honig werden miteinander fünf Minuten leise gekocht. Der frische Wermut wird durch den Fleischwolf gedreht, der Saft oder auch das Gepresste danach dem Wein zugegeben, aber nicht mehr gekocht, sondern nur noch umgerührt und abgeseiht.

Heilende Wirkung

Heilende Wirkung wird dem Wermut nachgesagt bei Erkrankungen von Herz, Lunge, Magen, Augen, Eingeweiden und Niere. Auch bei Verdauungsproblemen steht der Maiwein als Helfer bereit. Die Wermutkur hilft, Arteriosklerose, Darmkrankheiten, Erkältungsanfälligkeit, Fußschwäche, Ausfluss sowie Unterleibsentzündungen vorzubeugen. Er gilt auch als Muntermacher, der die Melancholie vertreibt.

Johanna Eisner rät, den Wein regelmäßig jeden zweiten Tag auf nüchternen Magen morgens in einer geringen Dosis zu sich zu nehmen: "Am besten in der Größenordnung eines Suppenlöffels oder eines kleinen Schnapsglases."

Zwei wichtige Ratschläge hat die Kräuter-Fachfrau außerdem noch parat: das Wermutgebräu nicht jeden Tag zu sich nehmen und den Wermut nicht mehr nach dem 20. Juni schneiden. Dann bilden sich nämlich in dem Kraut Giftstoffe, die dem menschlichen Körper schaden.

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