Historische Programme, Meisterkurse und Gesprächskonzerte bei Max-Reger-Tagen vom 7. September ...
"Nicht nur viele Töne, auch viele Worte"

Weiden. Die 10. Max-Reger-Tage der Stadt Weiden werden zwischen dem 7. September und 2. Oktober zwanzig Konzerte in Weiden, in Regers Geburtsort Brand, in Bayreuth, ferner in Vohenstrauß, in Parkstein und in der St. Annakirche in Mühlberg, Neustadt/WN bieten. "Nicht nur viele Töne, auch viele Worte" werden den großen Oberpfälzer Komponisten Max Reger in der Stadt seiner Jugend lebendig halten, versprach Petra Vorsatz bei der Vorstellung des Programms im Kulturzentrum Hans Bauer.

Wissenschafts-Beirat

Die ersten Max-Reger-Tage ohne den Festivalgründer Professor Kurt Seibert (dessen 9. Max-Reger-Tage siebzig Konzerte umfasst hatten) wurden von Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz vorgestellt. An der Planung beteiligt waren auch Irmi Betz und Astrid Karl aus dem Festival-Team, der wissenschaftliche Beirat mit Professor Dr. Susanne Popp, Leiterin des Max-Reger-Instituts Karlsruhe, und den beiden Musikwissenschaftlern Professor Dr. Rainer Cadenbach (Berlin) und Professor Dr. Wolfgang Rathert (München). Alle drei Wissenschaftler sind dem Weidener Publikum seit Jahren durch ihr Fachwissen über Max Reger bestens vertraut und werden Einführungsvorträge halten. Das ursprünglich angedachte Festivalmotto "Max Reger, Christoph Willibald Gluck und Richard Strauss - das musikalische Dreigestirn der Oberpfalz" musste angesichts der Sparpläne der Stadt abgewandelt werden zum Titel "Epochenjahr 1908". Das Jahr wird gern als Geburtsjahr der Neuen Musik" bezeichnet. Arnold Schönberg komponierte 1908 sein erstes atonales Werk und schlug ein neues Kapitel in der Musikgeschichte auf. Max Reger schuf in jenem Jahr einige seiner zentralen Werke wie das Violinkonzert opus 101 oder den Sinfonischen Prolog zu einer Tragödie, opus 108. Ein Konzert in Parkstein wird jedoch Richard Strauss, und ein Triosonaten-Nachmittag im Maria-Seltmann-Haus das Werk Glucks berücksichtigen.
Eröffnet wird das Festival mit einem ganzen Tag am 7. September: Um 11 Uhr spielen auf einer Matinée am Vierlingsturm die Weidener Blechbläser und das Renner-Ensemble. Um 18 Uhr) hält Professor Dr. Rathert in der Max-Reger-Halle einen Vortrag. Um 19 Uhr findet das Eröffnungskonzert statt mit dem Pianisten Markus Becker und dem Cellisten Alban Gerhardt. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Max Reger und Richard Strauss.

Historischer Reger

Zwei historische Konzertprogramme Max Regers aus dem Jahr 1908 folgen am 10. September im Alten Rathaus mit Kammermusik und Liedern von Brahms, Reger, Wolf und Strauss (unter Mitwirkung von Karl-Peter Kammerlander). Am 13. September spielt das Klavierduo Tal-Groethuysen im Kleinen Saal der Max-Reger-Halle Reger-Lieder und Beethoven-Variationen.

Angeboten werden auch drei Meisterkurse: Das Klavierduo Yaara Tal und Andreas Groethuysen bietet vom 13. bis 15. September einen Kurs im Klavierspiel an. Den Kurs für Liedgestaltung übernimmt - wie in den letzten Jahren - Professor Karl-Peter Kammerlander vom 8. bis 13. September. Er hält auch einen Vortrag und gibt mit mit dem Bayreuther Wagnersänger Michael Volle einen Liederabend.

Kurse an vier Orgeln

Professor Edgar Krapp unterrichtet an den vier großen Weidener Orgeln in St. Augustin, in St. Josef, in Herz-Jesu und St. Michael auch Laien und nebenamtlich tätige Organisten. Unterstützt werden die Meisterkurse von der Städtischen Musikschule Franz Grothe, die mit ihren Schülern und ihrem Sinfonieorchester ebenfalls vielfach in die 10. Max-Reger-Tage eingebunden ist.

Am 2. Oktober enden die 10. Regertage mit einer Orgelwanderung durch die Regerstadt. Mitte April liegen die violetten Programmhefte im Kulturkalenderformat aus.
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