Jan Ole Gersters Kinodebüt "Oh Boy" bester Spielfilm - Darstellerpreise an Tom Schilling und ...
Goldene Lola für Schwarz-Weiß-Film

Der Autor und Regisseur Jan Ole Gerster freut sich über die Auszeichnung in der Kategorie "Bestes Drehbuch" für "Oh Boy". Der Film räumte bei der Gala zum 63. Deutschen Filmpreis in sechs Kategorien ab. Bild: dpa
Die Goldene Lola für den besten deutschen Spielfilm geht an Jan Ole Gersters Kinodebüt "Oh Boy". Das wurde am Freitagabend bei der Gala zum 63. Deutschen Filmpreis in Berlin bekanntgegeben. Der melancholische Schwarz-Weiß-Film erzählt von einem Berliner Studienabbrecher, der sich durch die Großstadt treiben lässt.

Die Silberne Lola in der Kategorie Bester Film erhielt Margarethe von Trottas Kinobiografie "Hannah Arendt". Die Auszeichnung in Bronze in der Königskategorie bekam das Drama "Lore" von Cate Shortland. Tom Tykwers Mammutprojekt "Cloud Atlas" ging in dieser Kategorie leer aus, konnte aber fünf Lolas in Sparten wie Kamera, Schnitt und Kostümbild holen. Die Lola ist der höchstdotierte deutsche Kulturpreis. Die Auszeichnung in Gold ist mit 500 000 Euro verbunden. Im vergangenen Jahr war Andreas Dresens Krebsdrama "Halt auf freier Strecke" zum besten Spielfilm gekürt worden.

Die Goldene Lola für die beste Regie geht an Jan Ole Gerster für "Oh Boy". Tom Schilling ist für seine Rolle in "Oh Boy" mit der Goldenen Lola für die beste männliche Hauptrolle ausgezeichnet worden. Barbara Sukowa ist für ihre Rolle in der Filmbiografie "Hannah Arendt" als beste Hauptdarstellerin geehrt worden. Sukowa spielt in dem Film die deutsch-jüdische Philosophin Hannah Arendt. Zur besten Nebendarstellerin wurde Christine Schorn (69) für ihre Darstellung in der Tragikomödie "Das Leben ist nichts für Feiglinge" gekürt, der Preis für den besten Nebendarsteller ging an Michael Gwisdek (71) für seinen Auftritt in "Oh Boy". Der Preis für die beste Kinderproduktion (250 000 Euro) ging an den Spielfilm "Kaddisch für einen Freund" von Leo Khasin. Die Goldene Lola für den besten Dokumentarfilm geht an "More Than Honey". Der Film von Markus Imhoof erzählt vom Leben und Sterben der zunehmend bedrohten Bienenvölker weltweit.

Ehrenpreis für Herzog

Der Regisseur, Schauspieler und Autor Werner Herzog ist mit dem Deutschen Filmpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Der 70-jährige Filmemacher ("Aguirre, der Zorn Gottes", "Fitzcarraldo") war aus seiner Wahlheimat Los Angeles angereist und zeigte sich gerührt über die Auszeichnung. Der Applaus des Publikums für den Filmemacher wollte kein Ende nehmen. "Ich war der Einzige, der wusste, was auf ihn zukommt. Aber jetzt wird es mir doch ganz anders", so Herzog aufgeregt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.