Junge Musikanten der Gruppe "Staaleitn" und alte Haudegen spielen im Sperbersaal gemeinsam auf
Probe einfach an den Stammtisch verlegt

Da staunten die alten Musik-Haudegen nicht schlecht, als am langen Stammtisch im Sperbersaal ein quirliges Volk junger Musikanten die restlichen Plätze belegte. Der Andrang weiterer Könner musste daher an Tische mit Gästen ausquartiert werden, die ein paar fröhliche Stunden erleben wollten.

Obmann Hans Sperber war hocherfreut und gab der "Hauskapelle" mit Willi Dehling (Tuba), Hans Pirner (Akkordeon), Hermann Kratzer (Klarinette), Erwin Renner und Johann Ehras (Trompete) "grünes Licht" zum flotten Start. Die Tanzmusi vom altem Schlag heizte die Stimmung an.

Dann stellte Roland Ertl mit launigen Worten sein knappes Dutzend Mädchen und Buben als Gruppe "Staaleitn" vor, die ihre übliche Probe einfach an den Stammtisch verlegt hatten. Bei so viel Talent und Schwung muss man keine Angst um den Musikanten-Nachwuchs haben. Wenn sie auch noch in die Notenblätter schauen mussten, sie machten es den älteren Vorbildern mit Schottisch, Landlern und Drehern bestens nach. Aus Oberasbach war Gerd Stromeyer (Akkordeon) mit seinem Partner (Gitarre) angereist und ließ mit Evergreens und einem Hauch Klassik eine andere Seite des weiten Musikschatzes hören. Mit zwei gestandenen Mannsbildern stellten sich die "Weißblauen Buam" aus Amberg und Hahnbach, verstärkt durch Willi Dehling, vor und erfreuten mit alten Songs und Schunkelwalzern, die sie mit guten Stimmen textlich begleiteten. Klaus Hauenstein aus Hirschbach zeigte mit einigen Leibstückln, welch virtuoser Musiker er auf seinem Akkordeon ist. Das eingespielte Trio von Hans Reinhardt (Akkordeon), Willi Dehling (Tuba) und Georg Presl (Schlagzeug) ließ es mit gemütlicher Stubenmusik langsamer angehen. Der Taktgeber gesellte sich auch zur Stammgruppe, die immer wieder lustig aufspielte.
Eine nette Variante war zu hören, als das Oberasbacher Duo die junge Anne von der "Staaleitn" zum Mitmachen am Schlagzeug überredete und diese gekonnt die Instrumente bei alten Seemansliedern beherrschte. Soviel Musik brauchte auch mal eine Abwechslung, die Dialektsprecher Hans Pirner mit dem unterhaltsamen "Lebenslauf eines Taugenichts" und dem "Frühlingsfestbesuch" einer kinderreichen Familie zur Gaudi der Zuhörer vortrug. In lockerer Folge spielten die Musikanten auf, bis zu später Stunde zum "Zapfenstreich" geblasen wurde.

Letzter Stammtisch vor der Sommerpause ist am 17. Mai.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.