30.12.2003 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Leistungskurs Musik des Max-Reger-Gymnasiums entführt mit Konzert in südländische Gefilde: Statt Sturm und Schnee sonnige Klänge aus Italien

Von Eliana Braun, Hanna Cakir, Johanna Piehler und Katrin Völkl

Amberg. Während es draußen stürmte und schneite, wurden im Festsaal des Max-Reger-Gymnasiums kürzlich die Herzen der Zuhörer von italienischen Musikstücken und sonniger lockerer Atmosphäre erwärmt.

von Redaktion OnetzProfil

Um nicht nur die Ohren, sondern auch die Augen zu verwöhnen, waren die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Musik, die dieses Konzert veranstalteten, in den italienischen Farben grün, rot und weiß gekleidet.

Mit südländischem Temperament

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Franz Gleixner geleitete Bettina Keyl mit amüsanten und informativen Beiträgen durch das rund 90-minütige Programm. Da alle Darbietungen sehr gelungen waren, wollen wir, die Klasse 8b, stellvertretend einige Beiträge herausgreifen Sehr musikalisch interpretierte Philipp Klupp zwei Sätze aus dem Klarinettenkonzert in Es-Dur von Francesco Antonio Rosetti (circa 1750-1792). Wie die Zuhörer erfuhren, war dieser Komponist gar kein Italiener; er hatte nur nach damaliger Mode seinen richtigen Namen Franz Anton Rösl "italienisiert". Trotz dieser "Fälschung" spielte Philipp Klupp das Werk auf seiner Klarinette virtuos mit südländischem Temperament.

Klare und kräftige Stimme

Anna-Maria Kapperer hatte sich eine Arie von dem weniger bekannten Komponisten Antonio Caldara (1670-1736) ausgesucht, die sie mit klarer kräftiger Stimme zum Besten gab. Erwähnenswert ist ihre gute Textverständlichkeit, die von der Sängerin sehr gefühlvoll dargebracht wurde.

Eine heitere und fröhliche "Urlaubsstimmung" brachten die Querflötistinnen Bianca Duschinger und Eva Herzing durch einen musikalischen Dialog in den Festsaal - es klang wie zwei Italienerinnen, die sich angeregt unterhielten und ihre Meinungen austauschten.

Mit viel Elan

Als ein nicht italienischer Komponist hatte sich Johann Sebastian Bach in das Programm "eingeschlichen". Matthias Feyrer spielte mit viel Elan ein Orgelkonzert, das aber auch italienischer Abstammung ist: Ursprünglich war es ein Konzert für zwei Violinen von Antonio Vivaldi. Auf dem Klavier überzeugte Peter Schachnowskij in gewohnten Manier mit einer hingebungsvoll und auswendig gespielten Sonate von Domenico Scarlatti.

Weitere Künstler

Weitere Künstler des Abends waren Miriam Kemether (Violine), am Klavier begleitet von Cornelia Weiß, Daniela Schmidhuber, Bettina Keyl und Caroline Schiml (Klavier), Martin Sekura (Violoncello) und Benjamin Pontius (Viola). Zum Abschluss des Abends fanden sich alle Schüler des Leistungskurses zu einem Chor zusammen. Mit einem fünfstimmigen Madrigal und zwei italienischen Weihnachtsliedern ließen sie das Konzert ausklingen. Nach dem Hörgenuss konnten die Zuhörer bei Glühwein und selbst gebackenen italienischen Plätzchen die von der Klasse 8 b farbenfroh und ausdrucksstark gestalteten Konzertplakate bewundern, die eigens für das Konzert im Kunstunterricht angefertigt worden waren.

 

 

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