26.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

London. Hintergrund Der Film seines Lebens

von Redaktion OnetzProfil

(dpa) Der britische Schauspieler und Regisseur Richard Attenborough hat in fast 50 Filmen vor oder hinter der Kamera gestanden. Sein Leinwandepos von 1982 über den indischen Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi wurde zum Film seines Lebens. "Gandhi" wurde für elf Oscars nominiert und erhielt acht dieser begehrten Preise. Zwei der Auszeichnungen gewann Attenborough selbst: den Oscar für die beste Regie und als Produzent den Preis in der Kategorie Bester Film. Ben Kingsley bekam die Ehrung als bester Hauptdarsteller und schaffte damit seinen internationalen Durchbruch.

Bereits 1961, nach einer Indien-Reise und dem Lesen einer Gandhi-Biografie, hatte Attenborough die Idee zu einem Film über den indischen Rechtsanwalt im Lendenschurz. Erst von November 1980 bis Mai 1981 wurde der Film verwirklicht - mit geschätzten Produktionskosten von 22 Millionen US-Dollar. Gedreht wurde der dreistündige Monumentalfilm an Originalschauplätzen in Indien und in englischen Studios. Für eine Schlüsselszene des Films - die Beisetzung des von einem Fanatiker ermordeten Freiheitshelden - verfügte Attenborough über mehr als 300 000 Statisten. Nach der Uraufführung in Neu Delhi am 30. November 1982 lief der Film eine Woche später in den USA an und im Februar 1983 auch in den westdeutschen Kinos. Etwa 2,5 Millionen Menschen sahen das Werk in der damaligen Bundesrepublik im Kino.

Kulturnotizen

Gesamtschau eines israelischen Künstlers

Berlin.(KNA) Erstmals widmet die Neue Nationalgalerie in Berlin einem israelischen Künstler eine umfassende Einzelausstellung. Unter dem Titel "No Father, No Mother" sind vom 13. September bis zum 31. Dezember Werke von Moshe Gershuni zu sehen, wie die Botschaft Israels in Berlin ankündigte.

Gershuni wurde 1936 als Kind polnischer Einwanderer in Tel Aviv geboren. Er ist einer der bedeutendsten lebenden israelischen Künstler. Seine Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen entstanden in mehr als 40 Jahren. Dabei bezieht er historisch aufgeladene Symbole oder Passagen aus jüdischen Gebeten in hebräischer Schrift in Gemälde ein. Die Berliner Gesamtschau ist Gershunis erste große Ausstellung in einem europäischen Museum seit mehr als 30 Jahren.

Goethe-Preis an Peter von Matt

Frankfurt.(KNA) Peter von Matt (77), Literaturwissenschaftler, erhält am Donnerstag den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt. Der Schweizer soll in der Frankfurter Paulskirche als Kenner und geistreicher Interpret der europäischen Literatur geehrt werden. Von Matt zählt zu den bedeutendsten Literaturwissenschaftlern der Gegenwart.

Die mit 50 000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Stadt alle drei Jahre am Geburtstag Goethes an eine Persönlichkeit verliehen, "deren schöpferisches Wirken einer dem Andenken Goethes gewidmeten Ehrung würdig ist". Preisträger waren der türkische Schriftsteller Adonis (2011), die Choreografin Pina Bausch (2008) und der israelische Autor Amos Oz (2005). Auch Sigmund Freud (1930), Thomas Mann (1949) und Stefan George (1927) wurden ausgezeichnet.

Themenseiten:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.