München.
Kulturnotizen Baselitz-Ausstellung im Haus der Kunst

(KNA) Unter dem Titel "Damals, dazwischen und heute" präsentiert das Münchner Haus der Kunst vom 19. September bis 1. Februar 2015 eine umfassende Einzelausstellung zu Georg Baselitz. In enger Zusammenarbeit mit dem Künstler selbst sollen dessen Arbeiten aus 50 Jahren einer "eingehenden Analyse" unterzogen werden, wie es in der Ankündigung heißt. Im Mittelpunkt stehen wiederkehrende Motive und Themen seiner Arbeiten wie die Figur und der Adler, die Doppelfigur sowie das Porträt. Auch die neueren Werkgruppen der "Schwarzen Bilder" sowie der monumentalen Bronzeskulpturen sollen beleuchtet werden.

Baselitz Markenzeichen sind seine auf dem Kopf stehenden Bilder. Sein erstes dieser Art malte er 1969 mit dem Titel "Der Wald auf dem Kopf". Das Ziel des Künstlers sei es gewesen, die Aufmerksamkeit des Betrachters allein auf malerische Anstrengung und Leistung zu lenken, heißt es.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.hausderkunst.de

DDR-Grafiker Klemke Juden-Helfer

Berlin.(dpa) Die niederländische Filmemacherin Annet Betsalel (58) hat eine Doku über den DDR-Grafiker Werner Klemke (1917-1994) als Helfer von Juden in der NS-Zeit gedreht. Den Film "Treffpunkt Erasmus" würde Betsalel gerne auf der Berlinale im Februar 2015 präsentieren. Auf die Geschichte sei sie durch Archivmaterial aus einer holländischen Synagoge gekommen. Unter den Dokumenten habe sich eine Bestätigung gefunden, dass Klemke maßgeblich an der Rettung einer jüdischen Familie beteiligt gewesen sei. "Er und diese Familie retteten in der Folge noch Dutzende weitere Leben."

Unterstützung für Kirche Sankt Sebald

Nürnberg.(KNA) Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Renovierung der Fenster der evangelischen Nürnberger Kirche Sankt Sebald mit 33 514 Euro. Ein entsprechender Fördervertrag wird Pfarrer Gerhard Schorr am Freitag übergeben, wie die Stiftung am Montag mitteilte. Die Glasfenster im Hallenchor sind größtenteils im Original erhalten. Einige sind um 1500 nach Entwürfen Albrecht Dürers und Hans Süß' von Kulmbach durch den Glasmaler Veit Hirsvogel gefertigt worden. Insgesamt gab die DSD für diverse Arbeiten an der mittelalterlichen Kirche rund 220 000 Euro.

Sankt Sebald ist dem Nürnberger Stadtpatron geweiht und war ursprünglich eine katholische Kirche. Die Kirche ist ein wichtiges Dokument der baulichen Entwicklungen der süddeutschen Gotik. Sie enthält Kunstwerke unter anderen von Adam Kraft und Veit Stoß. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gotteshaus weitgehend zerstört und dann von 1945 bis 1978 wieder aufgebaut.
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