03.12.2001 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Musik passte zum Auftakt der "Rock 'em all"-Tour in der "Hängematte": Drei gute Bands, aber nur wenige Fans

von Redaktion OnetzProfil

Sulzbach-Rosenberg. (räd) Kein Durchkommen im Saal, kein Einlass wegen Überfüllung, keine Getränke, da alles ausverkauft? Am vergangenen Freitag zum Auftakt der "Rock 'em all"-Tour in der Hängematte galt dazu: Fehlanzeige. Die Atmosphäre war eher familiär.

Eigentlich unverständlich, da die drei Amberger Bands "Gain Fizz", "Psycho Dad" und "Cut the Curve" auch in der Herzogstadt keine unbeschriebenen Blätter mehr sind. "Gain Fizz" beispielsweise, 1999 gegründet, stand vorher schon zwei Mal auf den Bühnenbrettern der Matte.

Ulrike Mendel (voc), Matthias Schumacher (git), Martin Hacker (bass) und Ambros Eiletz (dr) haben also schon Gig-Erfahrung und über zwei Jahre ihren Stil entwickelt. Sie haben sich Eigenproduktionen verschrieben, denen jeder von ihnen seinen Stempel aufdrückt. Vier Stempel ergeben dann die Mischung aus Alternative, Hard Rock, Soft Rock, Heavy Metal und Funk.

Ähnliches galt für den zweiten Auftritt des Abends. "Psycho Dad" präsentierten sich erstmals seit ihrer Gründung vollkommen unplugged, ohne irgendwelche Effekte.

Die Hard-Rock-Band, bestehend aus Daniela Weidner (voc), Jürgen Einzinger (voc, g), Mario Weiß (dr), Markus Reil (g) und Erik Schulz (b), spielte nicht nur Remakes bekannter Interpreten, sondern auch ihre Eigenkompositionen, die bekanntermaßen schwer einer Richtung zuzuordnen sind. Lediglich eines gilt: Es ist wohl der Rock der 70-er bis 90-er Jahre.

Die dritte Band im Bunde waren "Cut the Curve". Veronika Meier (voc), Tobias Wessely (guit), Toni (guit) und Wolfgang (bass) Siegert sowie Konstantin Stich (drums). Der Stilwechsel, der sich zur Zeit in dieser Band vollzieht, ließ sich auch in ihrem Programm erkennen.

Widmeten sie in der Gründerzeit ihrer Band noch vornehmlich Cover-Versionen, so legen sie ihr Hauptaugenmerk nunmehr auch auf eigene Lieder. Drei Bands, die sich über drei Stunden voll reinhängten, aber von vielen offenbar nicht gesehen werden wollten.

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