03.04.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Nachwuchs des Theatervereins "D' Veldensteiner" zeigt großes Schauspieltalent: Ein Schutzengel für eine Prinzessin

Für viel Spaß und gute Laune sorgte die Jugendtruppe des Theatervereins "d' Veldensteiner" in der Aula der Grundschule Neuhaus mit dem märchenhaften Stück "Ein Engel für Mirabella" von Anja König. Weitere Aufführungen sind in Michelfeld und Auerbach (wir berichteten).

von Redaktion OnetzProfil

Gleich zu Beginn informieren drei Jungengel (Julia Schreg: fürsorglich und gut informiert, Lena Buchfelder: mitfühlend und sehr textsicher) ein Sternchen (Marie-Sophie Hüter: hinreißend neugierig) und die zahlreichen Zuschauer über Himmelsinterna: Wer Schutzengel werden will, muss auf die Erde, heißt bei bestandener Prüfung wie der beschützte Mensch und hat anfänglich nicht die geringste Ahnung, was so alles auf ihn zukommen wird.

Die Intrigen der Royals

Der dritte Jungengel (Meike Polster: fantastisch in ihrer Entwicklung vom ängstlichen Anfänger zum fertigen Schutzengel) steht für die nächste Prüfung an und muss vom Oberengelrat nachdrücklich dazu aufgefordert werden.

Das nächste Bühnenbild entführte die Zuschauer auf die Erde an den Königshof, wo die Zofe Amalia (Miriam Deinzer: ideale Besetzung) und der Diener Albert (Elias Henfling: devot und seiner Kollegin gehorsam zugetan) über die Intrigen der Royals informieren: die Königin und ihr Stiefsohn wollen König und Tochter Mirabella entmachten und sich selbst erhöhen.
Mit einem tollen Gesangssolo erscheint Noch-Engel Nummer 7499 auf der Erde und beginnt - für die Menschen unsichtbar - seine Ausbildung. Im Gespräch zwischen König (Lara Hatiboglu: sehr menschlich und unaufdringlich agierend) und Prinzessin Mirabella (Hannah Deinzer: voller Spielfreude und sehr überzeugend) erfahren die Zuschauer von deren Liebe zu einem Bürgerlichen und dem väterlichen Verständnis. Wie im Märchen nicht anders zu erwarten, ist dieser aber ein verkleideter Prinz mit dem Namen Mika (Daniela Gnan: der Prinzessin liebend zugetan und einfach süß).

Trollbold braut Zaubertrank

Ganz anders die machtgierige Königin (Yasemin Altincik: starke Bühnenpräsenz und tolle Aura) mit ihrem geltungssüchtigen Söhnlein Prinz Qintus (Tim Heidenau: perfekte Mimik). Den beiden ist jedes Mittel recht, um an die Macht zu kommen und so verbünden sie sich mit dem Trollbold Knoll (Selina Meisel: herrlich kostümiert und überzeugend im Verlangen, mehr zu werden). Er braut ihnen einen Vergesslichkeitstrank, den sie in einer dunklen Nacht im Wald abholen müssen und hofft, dadurch selbst König zu werden. Dem steht aber Prinz Qintus im Wege, der in einer herrlichen Parodie sich als angehender König gibt.
Durch die Vorwürfe seiner Stiefmutter, sein Wortschatz bestehe nur aus "hätte" und deswegen habe er auch noch keine Prinzessin gefunden, wird er schmerzhaft in die Realität zurückgeholt. Doch es gibt ja den Zaubertrank!

Bei einem Festbankett wird er in die vorgesehenen Gläser gemischt, der "unsichtbare" Engel schüttet die gefährlichen Getränke um, beziehungsweise vertauscht sie und Prinz Mika enthüllt die Machenschaften der Königin. Als dann auch noch der Troll erscheint, um seine Belohnung abzuholen, werden er und die Königin - die wegen des Vergesslichkeitstrankes nicht mehr weiß, wer sie ist - des Hofes verwiesen und das Gute hat wieder einmal gesiegt, was bei Mirabellensaft gebührend gefeiert wird. Aus dem Engel Nr 7499 wurde ein echter Schutzengel und auf der Wolke beglückwünscht man ihn dazu.

Unter der Regie von Alex Deinzer und Lisa Polster agierten erfreulich viele Debütantinnen. Für die Maske zeichneten Beate Ziegler, für Bühnenbau Leo Schleicher und Willy Müller sowie fürs Bühnenbild Michael Wilhelm verantwortlich. Die Kostüme kamen vom Kostümverleih Sigrid Schleicher, für die Technik sorgte wieder Frank Heidenau, und an der Kasse konnten sich Hedwig und Hans Schlegl über viele Besucher freuen.

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