09.07.2008 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Neues Element im Neunburger Freilichtspiel Auch Hussiten trauern

von Redaktion OnetzProfil

Neunburg vorm Wald. (ba) Regisseur Nikol Putz hat dem Neunburger Freilichtspiel "Vom Hussenkrieg", das nun schon im 25. Jahr aufgeführt wird, seinen eigenen Stempel aufgedrückt. In diesem Jahr ist das dramatische Geschehen um die Schlacht von Hiltersried im Jahr 1433 um ein weiteres Element erweitert, das den Anti-Kriegscharakter des Geschehens noch deutlicher betont.

An zentraler Stelle, noch vor der großen entscheidenden Schlacht, werden einem hussitischen Ehepaar die blutigen Kleider und übrige Hinterlassenschaft des Sohnes, der bei den Kämpfen im Vorfeld der Hiltersrieder Schlacht gefallen ist, überbracht. Tibor Alesik spielt den Vater, Jana Drabkova die Mutter. Die Szene wird in Tschechisch gespielt. Nikol Putz setzt auch im Jubiläumsjahr einmal mehr auf den Dialog mit dem Publikum. Sein Konzept des offenen, epischen Theaters, das an Bertolt Brechts Lehrstücke erinnert, verleiht der spannenden Handlung zusätzliche Brisanz. Putz hat darüber hinaus in einem nüchtern und nachdenklich berichtenden Erzähler ein Korrektiv geschaffen zu den unvermeidbaren Geschehnissen und dessen schlimmen Folgen. Am Ende lässt er den Chronisten die Frage stellen, ob der Mensch aus der Geschichte lernt.

"Vom Hussenkrieg" hat am 12. Juli (21 Uhr) Premiere. Weitere Aufführungen finden statt am 18., 19., 25., und 27. Juli, ferner am 1. und 9. August (jeweils 21 Uhr). Kartentelefon: 0 96 72/9 20 84 23.

Weitere Informationen:

www.neunburgvormwald.de

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