27.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Sechs Preise bei der Emmy-Verleihung an Serie um krebskranken Lehrer - Nachfolger "True ... "Breaking Bad" räumt ab

Gleich vier der begehrten Preise gab es für die Serie "Breaking Bad": Aaron Paul (von links) als bester Nebendarsteller in einer Dramaserie, Anna Gunn als beste Nebendarstellerin in einer Dramaserie und Bryan Cranston als bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie. Außerdem erhielt "Breaking Bad" auch die Auszeichnung in der Kategorie "Beste Dramaserie". Bilder: dpa (3)
von Agentur DPAProfil

Es gab Überraschungssieger und Überraschungsverlierer, doch der große Gewinner des Abends war unumstritten: "Breaking Bad" hat die 66. Emmy-Verleihung dominiert und gleich sechs der wichtigsten Fernsehpreise der Welt mitgenommen. In fast allen Hauptkategorien war die überraschende, brutale, kreative Serie ganz vorn. Die ist vorbei - aber "True Detective" will offenbar da weitermachen, wo "Breaking Bad" aufgehört hat.

Fernsehen verändert

Die Serie um einen krebskranken Chemielehrer, der erst zum kleinen Drogenkoch und dann zum Schwerstkriminellen wird, hat das Fernsehen verändert. Die Revolution hatte ein Jahrzehnt zuvor schon die Serie "The Sopranos" angestoßen: Kluge Drehbücher, große Budgets, brillante Schauspieler - und alles "nur" für das Fernsehen. So viel Aufwand gab es bislang nur für das Kino.

"Breaking Bad" hat mit einer immer wieder verblüffenden Geschichte, großen Bildern und hervorragenden Schauspielern diese Entwicklung fortgesetzt. Kein Wunder, dass sie "beste Dramaserie" wurde und auch die Emmys für den besten Hauptdarsteller (Bryan Cranston) und die beiden Nebendarsteller (Aaron Paul und Anna Gunn) bekam. Gleich danach kommt "True Detective". Matthew McConaughey bekam zwar nach seinem Oscar ("Dallas Buyers Club") nicht auch noch den Emmy. Aber die Krimiserie um zwei Ermittler, den anderen spielt Woody Harrelson, die einen Serienmörder in Louisiana jagen, hat viel von "Breaking Bad" - nicht zuletzt die düstere Ausstrahlung. Die zweite Staffel läuft im nächsten Monat in den USA an, die erste wurde gleich mit fünf Emmys belohnt.

"True Detective" ist eine Produktion des Kabelkanals HBO, der 99 Mal nominiert war. Netflix brachte es auf 31 Nennungen. Ganz still wurde Robin Williams gewürdigt. "Er hat uns zum Lachen gebracht, er hat uns glücklich gemacht. Was kann man Größeres über einen Menschen sagen", sagte Komiker Billy Crystal. "Es ist komisch, von ihm in der Vergangenheit zu sprechen, weil er noch so präsent ist." Williams hatte sich vor zwei Wochen das Leben genommen.

Das erste Mal seit 1976 wurde die große Gala nicht an einem Sonntag ausgestrahlt, weil da schon die MTV-Videopreise liefen. "Wir sind auf einen Montagabend im Hochsommer geschoben worden", sagte Gastgeber Seth Meyers trocken. "Nach den Gesetzen des Fernsehens bedeutet das, dass die Emmys wohl bald abgesetzt werden."

Vierter Emmy für Parsons

Jim Parsons, der "Sheldon" aus "The Big Bang Theory" hat seinen vierten Emmy gewonnen. Der 41-Jährige bekam den Fernsehpreis als bester Hauptdarsteller in einer Komödienserie. Der Texaner wird für seine Darstellung des brillanten, aber weltfremden und arroganten Wissenschaftlers ("Meine Autobiografie wird den Titel ,Gern geschehen, Menschheit' tragen.") Sheldon Cooper gefeiert. Beste Hauptdarstellerin wurde Julia Louis-Dreyfus ("Seinfeld") für "Veep". Darin spielt die 53-Jährige die Vizepräsidentin der USA.

Den ersten Emmy des Abends hat in diesem Jahr Schauspieler Ty Burrell gewonnen. Bei der großen Gala bekam der 47-Jährige die Trophäe als bester Nebendarsteller in einer Komödienserie. Burrell spielt in "Modern Family" den infantilen Familienvater Phil. Kurz danach bekam Allison Janney den Emmy als beste Nebendarstellerin in einer Komödienserie. Die 1,83 Meter große Janney (54) spielt in der Serie "Mom" eine Großmutter, deren lockerer Lebenswandel ihrer Tochter Sorgen bereitet.

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