13.02.2008 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Theater Regensburg bietet vierte Sparte speziell für Kinder und Jugendliche an Neue Bühne im Zeichen des Regenbogens

von Susanne WolkeProfil

Regensburg. Für das Theater Regensburg geht ein Traum in Erfüllung. Noch diesen Monat wird das Kinder- und Jugendtheater aus der Traufe gehoben. "Kinder- und Jugendtheater Regenbogen" so der offizielle Titel dieser neuen Sparte des Regensburger Theaters.

Die Einrichtung soll über eigene Schauspieler und bald auch über einen eigenen Aufführungsort verfügen. Bis zum Ende der Spielzeit kommen die ersten drei Stücke auf die Bühne.

Freundschaft beginnt

Den Beginn macht "Das Herz eines Boxers". Das Jugendstück von Lutz Hübner handelt vom 16-jährigen Jojo, einem coolen Typen ohne Zukunftsperspektiven. Zur Bewährungsstrafe muss er im Altersheim arbeiten. Dort trifft er den knurrigen Alten Leo - der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft.

"Wir wollten ganz bewusst eine Produktion für Jugendliche an den Anfang setzen", sagte Ernö Weil bei der Vorstellung des neuen Theaters. "Kinder wurden schon in der Vergangenheit gut bedient." Doch auch wenn man in Regensburg bereits früher eigene Stücke für junges Publikum geboten hat: "Die Sache steht nun auf einem professionelleren und finanziell breiteren Fuße", wie der Regensburger Oberbürgermeister Hans Schaidinger anlässlich der Präsentation betonte. Die Voraussetzung dafür schaffen in erster Linie Reserven, die sich das Theater innerhalb der vergangenen fünf Jahre erwirtschaftet hat.
Genauso lange hat Ernö Weil auch schon den Wunsch nach einem eigenen Kinder- und Jugendtheater gehegt. "Das Kinder- und Jugendtheater ist eine unabdingbare Notwendigkeit eines jeden Theaters", begründete der Intendant das Novum. Bisher waren die Kinderstücke von Schauspielern aus dem festen Theaterensemble gespielt worden. "Bitten von Schulen oder Kindergärten nach Aufführungen in ihren eigenen Räumen konnten meist nicht erfüllt werden, weil die Schauspieler anderswo eingesetzt waren", so Weil.

Andere Spielorte

Das soll sich nun ändern. Mit eigens für das Kinder- und Jugendtheater engagierten Schauspielern sollen nicht nur die Kapazitäten geschaffen werden, außerhalb des Theaters aufzutreten. Geplant ist auch ein eigener Spielort. "Wir brauchen einen festen Anlaufpunkt", erklärte Schaidinger. Ob dies allerdings, wie von Ernö Weil erträumt, die ehemalige französische Gesandtschaft und das jetzige Polizeipräsidium gegenüber des Theaters am Bismarckplatz sein wird, ist noch offen. "Das Herz eines Boxers" jedenfalls wird noch im Foyer des Neuhaussaals aufgeführt. Premiere ist am 23. Februar um 16 Uhr. Zwei weitere Stücke für jüngeres Publikum folgen im Mai und im Juli.

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