12.07.2017 - 17:02 Uhr
Deutschland & Welt

Unesco beendet Sitzung in Krakau 21 neue Welterbestätten

Krakau. Die Unesco hat ihre Sitzung in Krakau beendet. Während der zehntägigen Beratungen in Südpolen nahmen die Welterbe-Experten 21 neue Stätten weltweit in die begehrte Liste auf, die Grenzen fünf weiterer Kultur- und Naturstätten wurden angepasst. Aus Deutschland kamen die sechs "Höhlen der ältesten Eiszeitkunst" in Baden-Württemberg hinzu. Laut Unesco zeugen sie von einer der frühesten figurativen Kunst weltweit und liefern wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung der Kunst. Außerdem wurde das Welterbe Bauhaus um Stätten in Dessau-Roßlau und Bernau erweitert. Nur die dritte deutsche Nominierung aus Naumburg muss sich gedulden: Der Antrag zur Kathedrale und Kulturlandschaft von Saale und Unstrut muss überarbeitet werden.

Mit der Erweiterung der Bauhaus-Welterbestätten um mehrere Gebäude in Sachsen-Anhalt und Brandenburg ist die Bedeutung des modernen Architektur-Stils gestärkt worden. Neu in die Unesco-Liste sind die unter der Leitung des zweiten Bauhausdirektors Hannes Meyer entstandenen fünf Laubenganghäuser in Dessau-Roßlau sowie die Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes ADGB in Bernau (Bild). Bild: Patrick Pleul/dpa
von Agentur DPAProfil

Ihre ersten Welterbe-Stätten feierten die afrikanischen Staaten Angola und Eritrea mit der Altstadt von M'banza Kongo und der modernistischen Stadt Asmara. Für Kontroverse sorgte die von Israel scharf kritisierte Aufnahme der Altstadt Hebrons auf Antrag der Palästinenser. Die Unesco debattierte auch über Stätten in Gefahr, darunter alle sechs Stätten in Syrien wie etwa Aleppo, Damaskus und die Wüstenstadt Palmyra. Die Experten sahen aber auch die historische Altstadt Wiens durch einen geplanten Hochhausbau gefährdet und nahmen sie neu auf die Liste. Entwarnung gab es nach erfolgreichen Schutzmaßnahmen für den Nationalpark Comoé in der Elfenbeinküste und den Simien Nationalpark in Äthiopien.

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