16 Gymnasiasten aus Bratislava zu Gast in Eschenbach - Bunter "Programmstrauß" bis Freitag
Aufenthalt von Anfang an versüßt

Oberstudiendirektor Dr. Knut Thielsen, Studiendirektor Hans Schmid und Studienrat Martin Weinzierl (vorne von rechts) hießen Dr. Jan Mayer (Dritter von rechts) und seine Schüler willkommen. Bild: rn
Im Geschichtsbuch der deutsch-slowakischen Schülerbegegnungen, deren Anfänge in die Augusttage des Jahres 1969 zurückreichen, wurde am Freitag eine neue Seite aufgeschlagen. Lehrkräfte und Eltern des Eschenbacher Gymnasiums empfingen 16 Gymnasiasten aus der slowakischen Hauptstadt Bratislava (Preßburg).

Die Oberpfälzer Schüler hatten seit geraumer Zeit Kontakte gepflegt und nach kurzem Suchen schnell den jeweiligen Partner ausgemacht. Sie warteten gleich mit Süßigkeiten auf. Studiendirektor Hans Schmid dankte den Gasteltern. Bei einem Vergleich mit der Blumenpracht des Frühlings versprach er einen bunten "Programmstrauß" und fügte hinzu: "Damit euch der Weg von der Großstadt nach Eschenbach nicht schwer fällt, wollten wir euch den Aufenthalt etwas versüßen." Er freue sich auf eine gemeinsame Woche.

Schulleiter Dr. Knut Thielsen, der 2012 eine Woche lang Preßburg erkundet hatte, sah in den Gästen Botschafter Europas. Er zeigte sich von Gelingen eines vereinten Europas überzeugt, "wenn es alle so machen wie ihr".
Das Programm begann am Samstag mit einer Fahrt nach Mödlareuth und dem Besuch des Museums "Klein-Berlin" an der bayerisch-thüringischen Grenze. Nach einem Sportnachmittag am Sonntag begann der Montag mit einer offiziellen Begrüßung durch Dr. Thielsen. Eine Fahrt zur Gedenkstätte Flossenbürg und Empfänge bei Landrat Simon Wittmann und Bürgermeister Peter Lehr schlossen sich an.

Heute folgen nach einem kurzen Unterrichtsbesuch eine Fahrt in den Truppenübungsplatz, eine Stadtbesichtigung in Weiden und ein Besuch der Thermenwelt. Den 1. Mai gestalten die Gastfamilien. Der Abend ist für ein Essen in der Schulaula reserviert.

Fahrt nach Regensburg

Weiteren Erlebniswert werden am Donnerstag Besichtigungsfahrten nach Regensburg und Kelheim sowie am Freitag Besuche des Klosters Speinshart und der Raiffeisenbank Eschenbach haben. Wenn die Slowaken mit ihrem Deutschlehrer Dr. Jan Mayer in ihre Heimat zurückkehren, werden sie Eindrücke bayerischer Lebensart mit nach Hause nehmen, die bereits vor vielen Jahrhunderten bayerische Siedler in das damalige "ma Pozsony" und "Brezalauspurc" brachten. Denn unter Karl dem Großen und seinen Nachfolgern war dort das bayerische Element immer bestimmender geworden. Das bayerische Heer wurde schließlich 907 in der Schlacht von Preßburg von den Magyaren vernichtend geschlagen. Von 1536 bis 1783 war Pozsony, wie es der ungarische Bevölkerungsteil noch heute nennt, Hauptstadt und Krönungsstadt Ungarns.
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