200 000 Euro für schnelles Internet

"Um unsere Bautätigkeit anzukurbeln und junge Leute in Kastl zu halten oder auch nach Kastl zu locken, war es notwendig, alles zu versuchen, eine Glasfaserlösung zu bekommen", erklärte Bürgermeister Bruno Haberkorn zur DSL-Internet-Versorgung. Die Gesamtkosten lagen bei knapp 300 000 Euro, abzüglich einer Förderung von 100 000 Euro.

Da die zuständige Telekom-Dienststelle in Weiden überlastet gewesen sei, sei der Auftrag in Oldenburg (Niedersachsen) geplant und bearbeitet worden. Baubeginn sei Anfang August 2012 gewesen, im November endeten die Erd- und Verkabelungsarbeiten. Von Kemnath nach Kastl wurden 5300 Meter Glasfaserkabel verlegt. In der Ortsmitte von Löschwitz entstand für die Ortschaft Reuth ein sogenanntes Multifunktionsgehäuse, weitere in Kastl. Am 21. Dezember wurden die DSL-Leitungen für Kastl freigeschaltet.

Inzwischen nutzten viele in der Gemeinde bereits die höheren Bandbreiten, berichtete der Redner. "Problemlos ging das allerdings offensichtlich nur bei den Telekom-Kunden. Es wurden uns mehrmals Klagen vorgetragen, dass die Umstellung bei anderen Providern scheinbar nicht funktioniert." Haberkorn verlas dazu eine schriftliche Stellungnahme der Telekom. Darin erklärt diese, dass der Breitbandausbau "diskriminierungsfrei" den Mitanbietern zur Verfügung gestellt werde. Wie allerdings diese die neuen Möglichkeiten nutzten, könne die Telekom nicht beurteilen. Sollte Bürgern mitgeteilt werden, dass die Telekom die Nutzung nicht ermögliche, solle man sich diese Aussage schriftlich bestätigen lassen und an die Telekom senden.

"Die Telekom hat also offensichtlich keine Schuld, wenn es mit dem schnellen Internet nicht klappt", folgerte Haberkorn. Eventuelle Probleme müssten mit dem jeweiligen Provider abgeklärt werden. (stg)
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