2:5 im Verfolgerduell beim SV Friesen - Andreas Schumacher verschießt Foulelfmeter
Etzenricht unter Wert geschlagen

Nico Becker (rechts, Szene aus dem Hinspiel) wurde gegen Friesen in der 70. Minute eingewechselt. Er konnte aber dem Etzenrichter Spiel auch keine entscheidenden Impulse mehr geben. Bild: hfz

Das Resultat von 5:2 für den SV Friesen täuscht über die Realität des Spielverlaufs hinweg. Die beiden Teams lieferten sich eine rasante Auseinandersetzung um den zweiten Tabellenplatz in der Landesliga Nordost vor einer für Friesener Verhältnisse großen Kulisse.

Etzenricht startete nach der Pause eine Aufholjagd, vergab einen Foulelfmeter und scheiterte am Ende an einem glänzend disponierten Friesener Schlussmann Sven Walter. "Unsere Mannschaft hat heute kämpferisch alles gegeben und insbesondere nach dem Wechsel auch spielerisch die Akzente gesetzt. Trotz des Resultats können wir den Platz mit erhobenen Häuptern verlassen", sagte SVE-Abteilungsleiter Manfred Herrmann. Und Friesens Trainer Christoph Böger räumte im Anschluss ein, dass er den Heimsieg in der Phase als der 4:3-Anschlusstreffer in der Luft lag, in höchster Gefahr sah.

Probleme in der Defensive

Faruk Maloku musste die Abwehrkette umbauen, nachdem Robert Wendl und André Biermeier fehlten. Daraus resultierten anfängliche Abstimmungsproblem, die Friesen gezielt und clever nutzte. Das 1:0 war allerdings ein Distanzschuss. René Schubart hatte aus 20 Metern abgezogen und der Aufsetzer war nicht zu halten. Schumacher traf aber kurze Zeit später mit einem genau getimten Heber zum Ausgleich. Wie angedeutet, offenbarten die Gäste Lücken in der Abwehr und bei Flankenbällen. So segelte eine Hereingabe von Dominik Zwosta über die komplette SVE-Deckung und Aleksander Hurec räumte den Ball in bester Torjägermanier über die Linie. Der erneute Gleichstand war für Schumacher (35.) machbar, wieder reagierte Friesens Keeper Walther glänzend. Assistent für das 3:1 war erneut Zwosta über rechts. Diese Mal vollendete Schubart mit der Stirn. Den Halbzeitstand von 4:1 besorgte Lars Meyer.
Im zweiten Durchgang setzten die Oberpfälzer alles auf eine Karte, überzeugten mit Doppelpass- und schnellem Flügelspiel. Zunächst ohne Glück, denn selbst ein Strafstoß, brachte keinen Erfolg. Schumacher jagte das Leder in die Wolken, Graf war gefoult worden. Hier haderte der SVE-Anhang mit dem Schiri, denn der Verursacher des Elfmeters, Dominik Woitschitzke, war gelb-vorbelastet und leistete sich das vierte Foul ohne Ahndung.

Etzenricht hielt das Tempo hoch, nach einem Fehlpass der Platzherren nahm Andreas Müller den Ball auf und seinen Querpass verwandelte der mitgelaufene Michael Dietl zum 2:4. Friesen stand tief und setzte auf Konterangriffe. Der gefährlichste lief über Hurec (65.), er forderte aus 14 Metern Distanz SVE-Torwart Thomas Prölß eine Glanztat ab. Sein Gegenüber Walther vereitelte eine Etzenrichter Doppelchance. Walther hatte dann noch das Glück des Tüchtigen: Beliefert von einer Fuchs-Flanke und anschließender Kopfballverlängerung Dietls donnerte der eingewechselte Niko Becker (83.) den Ball an den Pfosten. SVE-Sturmpartner Graf war nach dem sechsten Foul zuvor wegen einer Verletzung ausgewechselt worden. Den 5:2-Endstand besorgte Hurec in der Nachspielzeit.
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