11.02.2005 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

300 000 Euro für Sanierung aus Denkmalpflegemitteln Warmer Regen für Malzhaus

von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Kunstminister Thomas Goppel bewilligte 300 000 Euro für Instandsetzung des Malzhauses in Eschenbach aus dem Entschädigungsfonds der Denkmalpflege. Der Fonds wird gemeinsam vom Freistaat Bayern und den Kommunen getragen.

Das ehemalige städtische Malzhaus ist neben dem Rathaus das bedeutendste profane Baudenkmal Eschenbachs. Es stammt aus dem Jahr 1606. Das vollständig in Sandsteinquadern errichtete Gebäude hat sich selbst in Details ohne gravierende Veränderungen erhalten.

Im Erdgeschoss tragen vier Sandsteinsäulen mächtige Tonnengewölbe, die teilweise noch Stuckverzierungen aus dem 18. Jahrhundert aufweisen. "Sowohl seine bauliche als auch seine stadtgeschichtliche Bedeutung machen das ehemalige Malzhaus zu einem herausragenden Baudenkmal", heißt es aus dem Ministerium. Die Mittel aus dem Entschädigungsfonds der Denkmalpflege dienen der Instandsetzung von Mauerwerk, Dach, Fassaden und Fenstern des Malzhauses.

Bürgermeister Robert Dotzauer hatte nach einem Finanzierungsgepräch im vergangenen Jahr zwar auf 380 000 Euro gehofft, ist aber dennoch froh. "Wir haben für den Rest ein zinsgünstiges Darlehen in Aussicht." Der Rathauschef hofft noch auf weitere Fördertöpfe, so dass 70 bis 80 Prozent der auf rund eine Million Euro veranschlagten Gesamtsanierung damit abgedeckt werden. Bis 2007 könnte das Malzhaus dann in neuem Glanz erstrahlen. Nach dem Willen des Stadtoberhaupts soll es einen ansprechenden Rahmen für Konzert, Ausstellungen und Lesungen abgeben.

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