41 Jahre alte Fahrbahn der A6 bei Alfeld wird ab heute saniert - Behinderungen bis Juni
Letzte Etappe der Sanierung

Der Leiter der Dienststelle Fürth der Autobahndirektion Nordbayern, Dieter Meyer (Iinks), informierte an der Meisterei Lauterhofen über die Fahrbahnsanierung, die heute startet. Mit dabei auch (von links) die Abgeordneten Albert Füracker (Landtag), Alois Karl (Bundestag) sowie der Lauterhofener Bürgermeister Peter Braun. Bild: räd

Zwar ist die 40-tägige Fastenzeit schon vorbei. Autofahrern, die zwischen dem Landkreis und Nürnberg unterwegs sind, steht ein ebenso langer Zeitraum der Entbehrung aber erst noch bevor. 42 Arbeitstage nämlich wird die Sanierung eines Abschnittes der Autobahn 6 auf Höhe der Anschlussstelle Alfeld in Anspruch nehmen.

Bis Anfang Juni haben die Verkehrsteilnehmer auf einer Länge von fast vier Kilometern statt der gewohnten zwei nur eine Spur je Fahrtrichtung zur Verfügung. Komplett gesperrt ist in dieser Zeit die nördliche Hälfte der Anschlussstelle Alfeld. Was bedeutet: Ein Auffahren in Richtung Nürnberg und ein Verlassen aus Richtung Amberg ist nicht möglich. Als Ersatz dienen die Ausfahrten Sulzbach-Rosenberg und Altdorf/Leinburg.

Große Schäden

Bei einem Pressetermin an der Autobahnmeisterei Lauterhofen informierte der Leiter der Dienststelle Fürth der Autobahndirektion Nordbayern, Baudirektor Dieter Meyer, über das Projekt, das gleichzeitig den Startschuss für das diesjährige Erhatungsprogramm seiner Behörde darstellt. "Die Sanierung ist wegen umfangreicher Schäden an der bis zu 41 Jahre alten Fahrbahn dringend notwendig", bekräftigte Meyer. Der derzeitige Straßenaufbau stammt aus dem Erbauungsjahr der Autobahn, 1972. Auf einer Länge von 3,5 Kilometer wird die zusammen zwölf Zentimeter starke Asphaltdeck- und Binderschicht (etwa 40 000 Quadratmeter) abgefräst und durch eine neue ersetzt. Dabei kommt Splittmastixasphalt zum Einsatz. Gleichzeitig lässt die Autobahndirektion Nordbayern die Gesamtstärke des Asphalts um vier Zentimeter erhöhen, damit die Autobahn die Belastungen durch den hohen Schwerverkehr besser aufnehmen kann. Insgesamt sollen rund 15 000 Tonnen Asphaltmischgut eingebaut werden.
Und weil die Fahrbahn schon mal gesperrt ist, lässt die Behörde auch gleich vier Brücken neu abdichten sowie deren Kappen, Schutzeinrichtungen und Geländer erneuern. Schließlich werden Kanalleitungen und Rinnen, Leitplanken, Wildschutzzäune sowie Bankette repariert beziehungsweise komplett neu gebaut. Viel zu tun also in 42 Tagen. Deshalb sollen Arbeiter der Firma Max Bögl aus Neumarkt auch an sechs Tagen pro Woche auf der Baustelle werkeln - von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Falls es zeitlich eng wird, ist sogar ein 24-Stunden-Betrieb vorgesehen.

Das Projekt kostet 3,5 Millionen Euro. Laut Meyer belauft sich der durchschnittliche Tagesumsatz der Baustelle auf 100 000 Euro. Damit sind dann aber die Sanierungen auf der A6 zwischen Nürnberg und Amberg abgeschlossen.

Deutlich mehr Geld

Besonders freute sich Meyer, dass heuer deutlich mehr Geld als in den vergangenen Jahren für den Unterhalt der Autobahnen zur Verfügung steht. Allein die Dienststelle Fürth bekomme 40,5 Millionen Euro. "Das sind 25 Prozent mehr", sagte Meyer und dankte auch Bundestagsabgeordnetem Alois Karl. Dieser kündigte an, die Bundesregierung wolle in der nächsten Legislaturperiode mehr als 25 Milliarden Euro für den Neubau von Verkehrswegen ausgeben. Den Erhalt von Autobahnen bezeichnete Karl als "Dienst am Menschen".
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.