23.12.2003 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

80 Prozent im 60-Kilometer-Umkreis beschäftigt - Zollgewerkschaft: unglaublicher Erfolg: Zöllner heimatnah untergebracht

von Redaktion OnetzProfil

Weiden. Mehr als 80 Prozent der von der EU-Osterweiterung betroffenen Zoll-Mitarbeiter haben eine heimatnahe Verwendung im Umkreis von 60 Kilometern vom Wohnort gefunden. "Eigentlich unglaublich", meinte Hans Eich, Vorsitzender des Ortsverbandes Weiden bei der Jahreshauptversammlung, "das hätte uns vor Jahren keiner geglaubt."

Die Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft (BDZ) habe damit mit ihren Mehrheiten in den Personalvertretungen das angestrebte Ziel einer sozialverträglichen Unterbringung erfüllt, letztlich sogar übertroffen. Eich, der auch Mitglied im Haupt- und Bezirkspersonalrat ist, begrüßte in der Gaststätte Schützenhaus auch die Leiterin des Hauptzollamts Dr. Monika Sulzberger, den Leiter der Bundeskasse Peter Beier, Rudolf Ertl von der Außenstelle Weiden des Zollfahndungsamtes München sowie den Hauptreferenten Peter Krieger.

Krieger, Vorsitzender des Bezirksverbandes und Bezirkspersonalrats, informierte über die Neigungsabfrage, die der Arbeitsgruppenbericht "Arbeit für den Osten" vorgesehen hat. Er bezeichnete es als herausragenden Erfolg des BDZ, dass das Bundesfinanzministerium Forderungen nach einer Aufstockung der Mobilen Kontrollgruppen und der grenznahen Einheiten zur Bekämpfung der illegalen Beschäftigung sowie den Fortbestand der Sprechfunkzentralen umgesetzt hat. Im Zusammenspiel mit der Standortzusage der Bundeskasse für Weiden, der Errichtung einer Unterstützungsgruppe Zoll der Zollfahndung am Standort Weiden, einer Containerprüfanlage im Raum Waidhaus und dem Fortbestand der Zollämter Waidhaus und Weiden sei eine solide Basis für die heimatnahe Unterbringung der Beschäftigten geschaffen worden.

Auch die Bemühungen, die Bekämpfung der illegalen Beschäftigung beim Zoll zu bündeln, waren erfolgreich. Ab 1. Januar 2004 wird die Aufgabe beim Zoll konzentriert und die Beschäftigten der Bundesanstalt für Arbeit in die Zollverwaltung überführt. Etwa 5000 Beschäftigte werden in dieser neuen "Finanzkontrolle Schwarzarbeit" arbeiten. Kritisch zu betrachten gelte es, so Eich, dass der Bundesfinanzminister diesen Bereich auf 7000 Beschäftigte aufstocken und das Personal von Post und Telekom gewinnen will, ohne Entwicklungen in der eigenen Verwaltung angemessen zu berücksichtigen. Der BDZ wird sich darüber hinaus stark machen, dass dem Ausbluten der Zollfahndung in Weiden Einhalt geboten wird.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Heinz Renner, Gerald Rieß, Otto Fuchs, Hans Ueblacker, Michael Mausolf und Hans Eich; für 40-jährige Mitgliedschaft: Josef Zwerenz, Paul Andörfer, Lothar Vogl; für 50-jährige Mitgliedschaft: Karl Sertl, Josef Fellner, Friedrich Fuchs und Friedrich Blum.

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