Abschiedsspiel in der VIP-Lounge
Leute

Minister Markus Söder gehört auch zur Fangemeinde von Albert Üblacker. In der Mitte dessen Lebensgefährtin Veronika Scholz. Bild: bz
Tirschenreuth. (bz) Ein Geschenk mit starkem Symbolgehalt: Mit einem überdimensionalen Stempel verabschiedeten die Kollegen Polizeihauptkommissar Albert Üblacker in den Ruhestand. "Du hast in 43 Jahren der Polizei Deinen Stempel aufgedrückt" würdigte Leitender Polizeidirektor Herbert Härteis vom Präsidium Mittelfranken seinen Büroleiter. "Einen ausgesprochen kompetenten, fleißigen, konstruktiv-kritischen und ungemein akribischen Beamten", wie der Chef des Sachgebiets E2 seinen engsten Mitarbeiter charakterisierte.

Der bekennende Falkenberger und begeisterte "Cluberer" hatte zum Abschiedsspiel in die VIP-Lounge des Grundig-Stadions in Nürnberg eingeladen. Dort gab sich zu den Klängen der "Zoiglmusik" eine illustre Gästeschar ein Stelldichein. Selbst Finanzminister Markus Söder ließ es sich nicht nehmen, in ebenso launigen wie sehr persönlichen Worten dem "Geschäftszimmer-Bullen" ein herzliches Dankeschön zu sagen.
Landespolizeipräsident Waldemar Kindler , in dieser Funktion Chef von über 40 000 Mitarbeitern im Freistaat, sah in Üblacker den "Prototyp jenes Polizeibeamten, wie wir ihn gerne haben wollen". Der Falkenberger war nach seiner Ausbildung immer mit Sonderaufgaben betraut, unter anderem Personenschützer bei Franz-Josef Strauß, gehörte zu SEK und MEK und landete schließlich beim Stab. "Ich bedauere sehr, dass wir uns erst etwas über zwei Jahre kennen", versicherte Polizeipräsident Johann Rast, der die offizielle Ruhestandsurkunde überreichte.

Mit einem Hemd, das die zwei Passionen Üblackers offenbarte, überraschten dann die Kollegen den "Ruheständler". Da war auf der einen Hälfte die Polizei, auf der anderen das Club-Trikot. Seit 24 Jahren engagiert sich der Stiftländer in unterschiedlichsten Funktionen beim ehemaligen Fußball-Rekordmeister im Jugend-, Amateur- und Lizenzbetrieb, war unter anderem auch drei Jahre Betreuer der Profi-Mannschaft. Außerdem wirkte er als Vertreter der Bayernliga-Vereine im Spielausschuss des Bayerischen Fußballverbandes.
Und so liefen zum Finalspiel neben den Kollegen, Freunden aus der Heimat mit Bürgermeister Herbert Bauer an der Spitze, und den Verwandten auch die Trainer Felix Magath und Hans Meyer auf. Ex-Club-Präsident Gerd Schmelzer gehörte ebenso dazu wie Torwart-Trainer Andreas Köpke , die Präsidenten von Greuther Fürth, Helmut Hack , und Unterhaching, Manni Schwabl , der Nürnberger Sportbürgermeister Horst Förther , oder die Meisterspieler von 1961 und 1968. Dabei waren der Sport-Vorstand des 1. FC Nürnberg, Martin Bader , die Trainer Michael Wiesinger und Armin Reutershan und auch Dieter Nüssing , der Leiter des Nachwuchs-Leistungszentrums. Bei Nürnberger Bratwürsten, Brezen und angeregter Unterhaltung sah man auch viele Förderer, von Günther Oschmann (Müller Medien) über Fritz Gutmann (Brauerei) bis zu Hans Seidl (Confiserie), der eine eigene Abschiedsschokolade gefertigt hatte.
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