Achtklässler auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände
Selten so konzentriert

Tief beeindruckt von den Stätten nationalsozialistischen Größenwahns: Eine Vertreterin des Vereins "Geschichte für alle" führte die Achtklässler durch Nürnberg. Bild: hfz
Auf Spurensuche begaben sich die beiden Klassen der achten Jahrgangsstufe der Markus-Gottwalt-Mittelschule. Ziel war es mit Blick auf den vorangegangenen Geschichtsunterricht, in Nürnberg den Ort der in der Hitlerzeit abgehaltenen Reichsparteitage zu erkunden.

Unter der fachkundigen Führung durch eine Vertreterin des Vereins "Geschichte für alle" besichtigten die Jugendlichen die Stätten nationalsozialistischen Größenwahns. Die Tour begann im Luitpoldhain und führte über die Kongresshalle und die Große Straße bis zum Zeppelinfeld, wo sie nach gut zwei Stunden auf der Haupttribüne endete. Die schiere Größe der Anlage und ihrer Bauten beeindruckte die Schüler tief. Besonders die geringe Bedeutung des einzelnen Menschen machten sie nachdenklich. Und so stellten die Lehrer Max Schwemmer und Hubert Wolf fest, dass sie ihre Schüler selten so aufmerksam und konzentriert erlebt hatten.

Für beide Klassen ist eine weitere Exkursion geplant: Besucht wird dann das Konzentrationslager Flossenbürg. Vom dortigen Steinbruch stammt ein Teil des Baumaterials für das Nürnberger Reichsparteitagsgelände - der Granit.
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