09.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Aktion "Bayern mobil": Polizei fordert Vernunft und Rücksichtnahme ein "Vorausschauend fahren"

Sorgen bereitet der Polizei das Verhalten der 18- bis 24-Jährigen im Straßenverkehr: Im Bereich der Polizeiinspektion Eschenbach ist die junge Generation, die nur einen Bevölkerungsanteil von 8,3 Prozent stellt, mit 31,63 Prozent überdurchschnittlich an Verkehrsunfällen mit Personenschaden beteiligt. Dies machte Erster Polizeihauptkommissar Reiner Striegl zum Auftakt der landesweiten Aktion "Bayern mobil - sicher ans Ziel" deutlich.

von Walther HermannProfil

Gleiches gelte bei schwerwiegenden Unfällen (25 Prozent), durch Alkohol bedingten Unfällen (30 Prozent), geklärten Unfallfluchten (29,79 Prozent) und Unfällen wegen überhöhter Geschwindigkeit (34,38 Prozent), erläuterte der Leiter der Polizeiinspektion. Diese begleitete am Mittwochvormittag mit einem Informationsstand vor der Sparkasse die landesweite Aktion zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Ansprechpartner von 9 bis 12 Uhr war Polizeioberkommissar Christian Simon.

"Die Menschen in Bayern sollen sich geschützt fühlen und sicher leben können", erklärte Striegl zur Eröffnung des Infostands. Dies gelte auch im Straßenverkehr. Als Ziel bis zum Jahr 2020 - so lange läuft das Verkehrssicherheitsprogramm des Bayerischen Innenministeriums - nannte er die Reduzierung der Zahl der Verkehrstoten um 30 Prozent. "Die meisten schweren Unfälle wären ganz einfach zu vermeiden, wenn sich die Beteiligten an die Verkehrsregeln halten", betonte der Inspektionschef.

Er appellierte, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote einzuhalten sowie Stoppschilder zu beachten. Verkehrszeichen seien Spielregeln für den sicheren Umgang miteinander. Von den Verkehrsteilnehmern forderte Striegl Vernunft, Rücksichtnahme und Gewissen. "Man sollte immer vorausschauend fahren, mit den Fehlern und Unaufmerksamkeiten anderer rechnen und nicht auf seinem Recht bestehen", erinnerte er an einen Grundsatz, den jeder Führerscheinneuling mit auf den Weg bekommt.

Die aktuelle Reisezeit nahm der Dienststellenleiter zum Anlass, um die Regeln für die Rettungsgasse auf Autobahnen anzusprechen. Eine solche bei stockendem Verkehr auf mehrspurigen Straßen zu bilden, sei keine Frage der Höflichkeit, sondern eine gesetzlich festgelegte Pflicht.

Denn nach einem Unfall müssten Rettungsfahrzeuge die Verletzten schnellstmöglich erreichen können, um deren Überlebenschance zu erhöhen. Striegl zitierte aus der Straßenverkehrsordnung die entsprechende Vorgabe.

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