Alle Stadtratsfraktionen stimmen dem Integrierten Handlungskonzept zu
Belebungsspritze für die Innenstadt

Als wichtigsten Beweggrund für die Erstellung des Handlungsleitfadens nannte Bürgermeister Joachim Neuß in der Stadtratssitzung die Mittel der Städtebauförderung. Auf 15 Jahre ausgelegt ist das Integrierte Handlungskonzept, das chronologisch die Handlungs- und Gestaltungfelder in der Innenstadt auflegt.

Während die Projekte Pfarrstraße und Dr.-Heinrich-Stromer Straße vom Stadtrat schon verabschiedet wurden, erstere wird in diesen Tagen fertig, liegen nun auch die über die Altstadt hinausgehenden Flächen auf der Agenda. So plant man für 2015 die Kirchstraße, die Flaschnergasse, den Oberen Torplatz und die Torwebergasse an. 2016 und 2017 stehen Untere Vorstadt und Michelfelder Straße auf der Agenda. Immer vorausgesetzt, die finanziellen Mittel sind vorhanden.

50 Punkte einzeln bewertet

Bauamtsleiterin Margit Ebner erläuterte die Hintergründe für den Fahrplan und erklärte die Handlungsfelder, nach denen die 50 Maßnahmen im Handlungskonzept bewertet wurden. "Wo stehen wir, was ist gut, was ist schlecht?" Anhand verschiedener Karten wurden Gebäudenutzung, Verkehrsflächen, Soziale und kulturelle Gesichtspunkte und Versorgung, Handel und Gastro bewertet.

Neben den öffentlichen Baumaßnahmen, die schon in vollem Gange sind, wurden auch Anregungen für private Baumaßnahmen und deren eventuelle Förderung gegeben. Soziale Planung, die mit der Schaffung des Bürgernetzwerkes einen ersten Schritt erlebte, aber auch eine Hotelbedarfsanalyse und eine Tourismusanalyse ergänzen das Konzept.
Dr. Edmund Goß (SPD) erklärte, dass das Konzept die volle Zustimmung seiner Partei erfahre, da es über die reinen Baumaßnahmen hinausgehe, sondern auch die sozialen und wirtschaftlichen Aspekte mit einbeziehe. Herbert Appl (CSU) hob die bewohnte Innenstadt als Kernziel aller Bemühungen hervor. Hier gebe das Handlungskonzept wertvolle Impulse. Auch die Untere Vorstadt müsse jedem Auerbacher wichtig sein, da der Verbesserungsbedarf hier mehr als augenfällig ist.

Studie liegt vor

Nicht allzu rosig sieht allerdings Martin Weiß (FW/AA) die Zukunft. Geschäfte würden sich nicht entwickeln, wenn es so weiter gehe, dann schaue die Zukunft noch trostloser aus. Er appellierte an die Auerbacher, die Innenstadt zu nutzen, damit sie nicht aussterbe. Rathauschef Neuß ergänzte, dass eine Studie für den Einzelhandel vorliege, die demnächst bearbeitet werden. Hans Kaiser von der CUU sprach sich im Namen des Umlandes ebenfalls für eine attraktive Stadt aus.

Alle Fraktionen stimmten dem Integrierten Handlungskonzept zu, auch der Sanierungssatzung, die als logische Folge des Konzepts weitere Baumaßnahmen vorbereitet.
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