Am Tegernsee unterschätzen die Fußballer einen Steilpass über 1500 Meter
Der Berg ächzt

Die kühnste Episode der Ballonauten trug sich in den zehn Tagen nach dem 27. April 1933 zu. Jakob Schmid und Georg Grau machten sich auf, den 1500 Meter hohen Wallberg am Tegernsee zu überwinden.

Die Etappe haben sie sich wohl nicht ganz so schwer vorgestellt: "Stückweise Arbeit von 20 cm bis 1 m konnten wir unseren Ball nur vorwärts bringen. Wir werden immer schlapper. Können nicht viel essen vor Übermüdung." Am 10. Tag erreichen die Oberpfälzer das Schutzhaus. Abwärts geht es schneller.

Um den Ball abzubremsen, hatte die hilfsbereite Familie Hübsch eine Idee: "Die Talfahrt ging in 2 1/4 Stunden vonstatten. Hübsch seine Jungen sägten einen 10 M langen Tannengipfel ab, welcher als Bremse diente. Beschwert wurde er mit den Jungen, die darauf saßen, je nach Bedarf des Gefälles."

Zwar ernteten die Regensburger für diesen Kraftakt in Oberbayern viele Komplimente, dafür sind sie körperlich mitgenommen: "Achseln aufgescheuert vom Schieben, Schuhe vollständig erledigt, letzte 3 Tage schon auf Socken gelaufen. Was wir geleistet haben, kann man nicht schildern. Es ist unmenschlich." (phs)
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