05.06.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Ampellösung könnte Situation bis zur Freigabe der A6-Ortsumgehung etwas entschärfen Stau vor der Ortseinfahrt "abfangen"

Brummi an Brummi staut sich auf der B 14 durch Wernberg-Köblitz. Wie kann die unerträgliche Verkehrssituation bis zur Fertigstellung der A 6-Ortsumgehung etwas entzerrt werden? Die Marktgemeinde forciert den Bau einer zusätzlichen Ampelanlage vor der Ortseinfahrt bei Wohlsbach, um Staus und Abgase wenigstens vor den Ortskern zu verlagern.

von Claudia Völkl Kontakt Profil

"Gespräche in Sachen Ampel laufen", betonte Bürgermeister Georg Butz in der Marktratssitzung auf eine entsprechende Frage von Gerhard Bäumler. In Waidhaus sei ebenso verfahren worden. Butz möchte nun versuchen, mit diesem Modell auch Wernberg-Köblitz etwas zu entlasten.

"Etwas im Fluss"

"Es ist was im Fluss", betonte der Bürgermeister. Am Montag ist eine Verkehrsschau mit der Unteren Verkehrsbehörde am Landratsamt und der Polizei anberaumt. Neben anderen verkehrsrechtlichen Angelegenheiten soll auch das Thema "Ampel" angesprochen werden.

Was die Fertigsstellung der Ortsumgehung anbelangt, schlug Marktrat Bäumler vor, den Druck auf Entscheidungsträger noch zu erhöhen. Laut Butz werden von Seiten der Marktgemeinde noch einmal Brandbriefe an das Bayerische Staatsministerium und das Bundesverkehrsministerium geschrieben.

Butz' Informationen zufolge könnte eine Baufertigstellung des Abschnittes Wittschau-Autobahnkreuz schon bis Dezember dieses Jahres und nicht erst im Herbst 2005 bautechnisch möglich sein. Seiner Meinung nach scheitert eine vorgezogene Fertigstellung an einem reinen Finanzproblem, da die erst 2005 verplanten Mittel früher mit eingesetzt werden müssten.

"Ärgert mich maßlos"

Er machte keinen Hehl aus seiner Kritik an der Mittelverteilung beim Autobahnbau und der Benachteiligung der Oberpfalz: Es müsse aufhören, dass das Geld "in den Moloch München gepumpt" werde.

"Stocknarrisch" habe ihn eine Zeitungsmeldung gemacht, wonach vor der Fußball-WM die A 6 bei Nürnberg aufgemöbelt werden soll. Ein 20 Millionen teueres Brückenbauwerk wird das Autobahnkreuz Nürnberg-Süd entlasten. Ein Ausbau, der "außerhalb jeglicher Wohnbebauung liegt". Butz: "Das ärgert mich maßlos".

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