05.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Ampeln und provisorische Umfahrung für den Verkehr während Brückensanierung und -abbruch Es geht weiter drunter und drüber

Eines haben die Steinerne Brücke in Regensburg und die Brücke über die Staatsstraße 2168 (Pressather Straße) gemein - beide werden derzeit generalsaniert. Während aber die Steinerne Brücke in den Jahren 1135 bis 1146 entstand, zählt das beim Bau der Bundesstraße entstandene Eschenbacher Bauwerk "lediglich" 40 Jahre.

Mit dem Presslufthammer tragen die Arbeiter den Beton auf dem Überbau der Brücke über die St 2168 ab. Die Stahlbewehrung wird ergänzt und teilweise ausgetauscht.
von Walther HermannProfil

Zwei Maßnahmen des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach verursachen zur Zeit Verkehrsbehinderungen. Die Sanierung der Brücke über die Staatsstraße 2168 führt zu einem steten Ampelbetrieb auf der Bundesstraße 470 und zu einem zeitweiligen Ampelbetrieb unter der Brücke. Die Arbeiten für den bevorstehenden Abbruch der Brücke beim Feuerwehrhaus ziehen eine Totalsperrung der Verbindung von der Speinsharter Straße in Richtung Kirchplatz nach sich.

Tragfähigkeit unzureichend

Das Bauamt hält diesen Schritt für notwendig, da die Kirchwegbrücke (beim alten Feuerwehrhaus) laut statischer Berechnungen wegen zu geringer Querbewehrung nicht mehr ausreichend tragfähig ist. Deswegen muss sie komplett erneuert werden. Die Geschwindigkeit auf der B 470 ist daher seit Monaten auf 50 Kilometer pro Stunde begrenzt.

Laut Abteilungsleiter Hannes Neudam hatte sich dagegen bei den Berechnungen für die Staatsstraßenbrücke eine Sanierung als wirtschaftlich "sinnvollere Variante" herausgestellt. Zur geplanten Verkehrsführung teilt er mit, dass für die Erneuerung der Kirchwegbrücke eine provisorische Umfahrung eingerichtet wird. Durch diese kann während der gesamten Bauzeit - auch über den Winter 2014/15 - der Verkehr aufrecht erhalten werden. Im Bereich der Unterführung der Pressather Straße kann der Verkehr auf der Bundesstraße nur halbseitig mit Ampelregelung fahren.

Für beide Brücken hat die Firma Markgraf den Auftrag erhalten. Vor mehreren Wochen hat sie bereits mit den Sanierungsarbeiten an der Unterführung Pressather Straße begonnen. Erfolgt sind der Abbruch der seitlichen Kappen und der Betonabtrag auf dem Überbau. Nun stehen hier die Ergänzung beziehungsweise der Austausch der Stahlbewehrung sowie die Erneuerung der Abdichtung an. Dem folgen das Erstellen neuer Kappen einschließlich der neuen Geländer.
Wie Bauoberrat Neudam dazu berichtet, werden die Geländer "außenliegend" montiert, "um zusätzlichen Platz für die neuen, nach Richtlinie erforderlichen, höher zu dimensionierenden Schutzplanken zu erhalten". Parallel soll die Sanierung der Betonschäden an den Widerlagern und eine Verbesserung der Brückenentwässerung erfolgen.

Streben sichern Graben

Bei der Kirchwegbrücke muss erst eine provisorische Umfahrung für den Verkehr auf der Bundesstraße geschaffen werden. Die Vorbereitungsarbeiten, unter anderem auf dem städtischen Parkplatz neben dem alten Feuerwehrhaus, sind im Gange. Um Schäden am Belag zu vermeiden, haben die Arbeiter vor dem Aufschütten Kirchweg und Parkplatz mit einer Folie abgedeckt. Der Sicherung des Eschenbach-Grabens dienen eingerammte Stahlstreben. Die Schüttungsarbeiten gehen zügig voran. Nachdem der Verkehr umgelegt ist - voraussichtlich noch in diesem Monat - wird die Kirchwegbrücke einschließlich der Unterbauten abgebrochen.

"Für das neue Bauwerk wird eine neue Gründung mittels Bohrpfählen hergestellt", führt Neudam aus. Dabei werde die neue Bohrpfahlgründung versetzt zur bisherigen - im Baugrund verbleibenden - hergestellt. Dies erkläre die neuen, etwas breiteren Abmessungen der Brücke. Die bisherige Stützweite vergrößere sich von 9,50 auf 13,85 Meter. Als Überbaukonstruktion wird eine Stahlbetonvollplatte erstellt. Die lichte Höhe wird bei 3,32 Metern, die lichte Weite bei 8,59 Metern liegen.

Witterungsabhängig ist nach Aussagen Neudams die Bauzeit. Die Sanierung der Unterführung der Staatsstraße soll noch in diesem Jahr weitestgehend abgeschlossen werden, so dass die halbseitige Sperrung der Pressather Straße wieder aufgehoben werden kann. Die Arbeiten an der Kirchwegbrücke werden sich etwa bis Mitte 2015 erstrecken.

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