22.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

An Markttagen Bier von auswärts

von Redaktion OnetzProfil

Als vor 88 Jahren 1926 das Flosser Amt sein erstes großes Heimatfest gefeiert hat, stellte Ortschronist und Oberlehrer Leonhard Bär, später Ehrenbürger, seine Forschungen zur Ortsgeschichte in einem Büchlein mit dem Titel "Der Markt Floß in Vergangenheit und Gegenwart" vor.

Heute noch ist es eines der Standardwerke. Das Heimatfest wiederholte sich 1951 und 1976, während 1998 das Heimatfest um drei Jahre vorgezogen und mit der 1050-JahrFeier zusammengelegt wurde. Damals legte der Marktrat fest, dass künftig das Heimatfest mit dem Ortsjubiläum begangen wird. Deshalb werden 2023 das Heimatfest und die 1075-Jahr-Feier organisiert. Zwei Jahre vorher wird "600 Jahre Flosser Kirchweih" gefeiert.

Chronist Bär hatte vermutet, dass die Flosser zu Beginn nur eine Kirchweih mit Jahrmarkt am Tag des Kirchenpatrons Johannes Baptista gefeiert haben.

Die zweite gibt es dem Chronisten zufolge seit 1421 am Tag St. Bartholomäus, 24. August. Er schrieb, dass es "aus weitem Umkreise" fleißig besuchte Feste waren. An den Markttagen durfte Bier von auswärts eingeführt und im Freien gezapft werden. Das war sonst verboten.

Der vierte Sonntag im August ist nach wie vor Kirchweihtag, und der Besucherandrang ungebrochen groß. Angeblich soll der Marktrat in der vergangenen Sitzung die Flosser Kirwa nach dem Oktoberfest in München und dem Gäubodenfest in Straubing als drittgrößtes Fest im Freistaat eingestuft haben. Heuer wird Kirwa Nummer 593 gefeiert.(le)

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.