12.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Andreas Bogners Name ist fest mit den Neuhauser Brandschützern verbunden - auch zum Siebzigsten Feuerwehr-Legende

"Du hast uns ganz schön gedrillt", erinnerte sich Kommandant Andreas Bogner an die Jahre zwischen 1975 und 1989. Damals war Ferdinand Windschiegl, der dieser Tage 70. Geburtstag gefeiert hat, noch Feuerwehrchef. Der hatte damals "Formaldienst" angeordnet.

von Autor MLBProfil

Den forderte er im Vorfeld des Feuerwehrfestes von seinen Mannen. "Da mussten wir sogar am Scheibenweg das Marschieren üben." Aber nicht nur den Gleichschritt haben die Feuerwehrkameraden dem "Rahn-Ferdl", wie er genannt wird, zu verdanken.

Seit über 50 Jahren engagiert sich der alteingesessene Neuhauser für die Brandschützer, die ihn zum "Runden" kräftig hochleben ließen. Unter seiner Führung als Kommandant und anschließend als Vorsitzender entwickelte sich die Neuhauser Wehr zu einer verlässlichen Institution, die bis heute mit zahlreichen Mitgliedern und großem Engagement glänzt.

Windschiegl fädelte 1980 den Kauf des für damalige Zeiten hochmodernen Magirus Deutz LF8-Feuerwehrautos ein. Auch der Umbau des 1987 eingeweihten Gerätehauses trägt seine Handschrift. Zusammen mit Bauleiter Ernst Schönberger koordinierte Windschiegl die einzelnen Gewerke und bewies handwerkliches Geschick. Wie seine Frau Rita bestätigt, hat ihr Mann dadurch jede Menge Zeit auf der Baustelle zugebracht - immer mit dabei Sohn Christian. Der eiferte dem Vater als Floriansjünger nach. Er ist heute Vorsitzender.

Flucht ins Kloster

"Mit 70 Jahren ist man gezwungen, es etwas ruhiger angehen zu lassen", schmunzelt der umtriebige Jubilar, der nach wie vor seinen Sohn im eigenen Metallbaubetrieb unterstützt. Vielleicht war auch das der Grund, warum sich der Tausendsassa zu seinem Geburtstag eine Woche Auszeit im Kloster Waldsassen gegönnt hat.

Selbstverständlich stand hier neben Beten auch Arbeit auf dem Programm, außer an seinem Jubeltag. Da feierte er zusammen mit seiner Frau, den vier Kindern, den Schwiegerkindern und den sieben Enkeln hinter den Klostermauern. Die Vermutung seiner Frau, er habe sich mit dem Kurzurlaub nur vor den Feierlichkeiten drücken wollen, kommentiert Windschiegl augenzwinkernd mit dem für ihn eigenen Humor: "Was heißt da gedrückt, wenn der Herrgott ruft?"

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