Angefaultes Holz vermiest den Spaß im Wasser - Sanierungsarbeiten verzögern Saisonauftakt
Dem Freibad geht es nass hinein

Böse Überraschungen gab es im Freibad Altglashütte. Anstehende Sanierungen gestalten sich weitaus umfangreicher als geplant. Zu den Sorgenfalten tragen versteckte Baumängel und angefaulte Holzteile bei. Sie offenbarten sich nach Öffnung der Dachhaut und werden den Badespaß heuer verzögern.

Damit konnte niemand rechnen: Im Zug von Unterhaltsarbeiten zeigten sich an tragenden Teilen Schäden. Ursächlich sind undichte Stellen am Dach und eindringendes Regenwasser. "Erst reparieren, dann aufsperren", lautete die einhellig vertretene Vorgabe von Bautechniker Klaus Winkler, Schwimmmeister Siegfried Walter, der Vorstandsmitglieder des Fördervereins für das Freibad Altglashütte und des Bärnauer Bürgermeisters Alfred Stier. Jede andere Entscheidung lasse sich auf Grund der Gefahrensituation nicht verantworten.

Die anstehenden Ertüchtigungsarbeiten umfassen eine neue Eindeckung auf der Pergola, von der Cafeteria bis hin zur Wärmehalle. Aber auch die Wärmehalle muss einen "neuen Hut" bekommen. Vorgesehen ist als Material Trapezblech. Ohne den Abbau der Solaranlage, sie erwärmt das Badewasser, lässt sich das nicht verwirklichen. Konkret stehen der Ab- und anschließend der Wiederaufbau von immerhin fünf Kilometern Schläuchen an.

Dem nicht genug. Auch die Blitzschutzanlage weist Mängel auf. Nötig ist ein neues Erdungsband. Es kommt in einen 50 Meter langen Graben, wobei hier das Ziegelpflaster vor dem Kiosk abgetragen und neu verlegt werden muss. Ein früherer Baubeginn ließ sich nicht realisieren. Schlechtwetterperioden, späte Schneefälle und frostige Nächte verzögerten heuer die übliche "Frühjahrs-Kur" und damit auch das Entdecken der Mängel.
Ein Teil der Maßnahmen ist inzwischen in Angriff genommen worden. Wenn sie sich abschließen lassen und die renommierte Freizeiteinrichtung ihre Tore aufsperrt, lässt sich aktuell noch nicht sagen. Vorrang vor dem Vergnügen im Wasser haben jedenfalls die anstehenden umfangreichen Arbeiten.

Der Vorsitzende des Fördervereins Engelbert Träger bittet um etwas Geduld: "Wir arbeiten mit viel Engagement, ehrenamtlich und aus innerem Antrieb für den Erhalt der Freizeitanlage und sind überzeugt, dass sich das Engagement lohnt. Wer mithelfen möchte, kann sich im Freibad melden."
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