Angemerkt Komischer Zeitpunkt

Schon die Kurskorrektur in der Winterpause von "Klassenerhalt" zu "Aufstieg" gefiel Alberto Mendez nicht. Er wollte nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen, nachdem der FC Amberg gerade erst zwei Stufen mit einem Schritt genommen, den historischen Doppelaufstieg von der Bezirksoberliga in die Bayernliga geschafft hatte. Doch mit jedem Spiel, mit jedem Sieg in der überragenden Hinrunde stiegen die Erwartungen bei Fans, Verantwortlichen und wohl auch Spielern.

Der Trainer schwamm nicht mit auf der Euphoriewelle, versuchte immer wieder, die Lage realistisch einzuordnen, wies auf die - aus seiner Sicht - nicht regionalligataugliche Infrastruktur rund um das Stadion am Schanzl hin. "Wir müssen immer sehen, wo wir herkommen", sagte der Ex-Profi in der vergangenen Woche.

"Im Prinzip eine Normalität im Fußballgeschäft, Trainer kommen und gehen", schrieb Arnold Bauer, der Vorsitzende des Fanclubs "Gelb Schwarz 04" auf der Homepage des Vereins. Mit einem entscheidenden Nachsatz: "Nur der Zeitpunkt war etwas komisch."
Dass Mendez nicht in den Chor vom erneuten Durchmarsch einstimmt, muss auch den Verantwortlichen schon lange klar gewesen sein. Wenn er dadurch tatsächlich die Mannschaft in ihrem Aufstiegsstreben bremste, hätte man sich in der Winterpause trennen müssen. So aber war es in der Tat ein "komischer Zeitpunkt". Wenige Minuten nach einem Sieg, dem zweiten innerhalb von fünf Tagen, dem 16. in dieser Saison, dem 44. im 62. Punktspiel unter seiner Regie.
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