03.03.2010 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Anspruchsvolles Konzert auf Schloss Henfenfeld: 14 Minuten lang keine Musik

von Autor NEHProfil

Unter dem Motto "Aufforderung zum Tanz" eröffnete die Moderatorin, Künstlerin und Schlossherrin Denette Whitter den Konzertabend im voll besetzten "Roten Saal" des Schlosses. Zusammen mit Fumiko Shiraga spielte sie am Piano das so betitelte Stück von Carl Maria von Weber.

Das Akademie-Quartett mit Simone Pinkert (Sopran), Stephanie Firnkes (Alt), Tom Wenzl (Tenor) und Michael Aschke (Bariton) verzauberte das anspruchsvolle Publikum mit Liebesliedern von Johannes Brahms. Slawische Tänze in F-Dur und g-moll, die Anton Dvoràk komponiert hat, hörten die Besucher dann wieder von den temperamentvollen und sympathischen Klavier-Virtuosinnen.

Nach der Pause setzten sich Shiraga und Whitter wieder ans Klavier, um musikalisch aus Tschaikowskis Ballett "Dornröschen" - das nichts mit dem Märchen der Gebrüder Grimm zu tun hat - zu erzählen. Weiter ging es mit dem "Five O' Clock Foxtrot", der Teil einer Zauberoper von Maurice Ravel ist.

Eines seiner bekanntesten Stücke, der "Bolero", setzte den vorläufigen Schlusspunkt. Der Komponist selbst soll damals einem Freund gesagt haben, er habe ein sehr beliebtes und anerkanntes Stück komponiert - "es enthält nur keine Musik . . ." In der Tat besteht der "Bolero" aus vergleichsweise wenigen Töne8n, die sich 14 Minuten lang wiederholen.
Mit einem langanhaltenden Schlussapplaus forderten die Zuhörer eine Zugabe, was die beiden Künstlerinnen der Tasten meisterlich und gerne mit dem "Ungarischen Tanz" von Brahms erfüllten.

Denette Whitter ist froh und berechtigterweise stolz auf das, was sie zusammen vielen Helfern und Musikliebhabern in ihrem Henfenfelder Domizil schaffen konnte. Junge Künstler finden in der Akademie die Möglichkeit zur Fortbildung und ein Forum, sich zu präsentieren. Neben den vorwiegend klassischen Konzerten gibt es auch Ausstellungen und Lesungen, in den Sommermonaten im schönen Schlossgarten. Die Schlossherrin: "Ich war mit meiner Musik in vielen großen Konzertsälen der Welt zu Hause. Hier in Henfenfeld bin ich nun daheim und fühle mich sehr wohl."

 

 

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