AOVE-Ferienaktion: Spurensuche in der Vergangenheit
Aschach lag am Meer

Gemeinsam wurde der Brüllbach aufgestaut. Mehr Spaß machte es, hernach das Wehr wieder zu zerstören, damit das Wasser ins Tal stürzen, Sand und Schlamm mitreißen konnte. Dipl.-Geologin Dr. Angela Wirsing (Mitte) begeisterte ihre Truppe damit, was rund um Aschach vor rund 200 Millionen Jahren alles geschehen war. Bild: gf
Dinosaurier werde man heute nicht mehr antreffen, meinte Diplom-Geologin Dr. Angela Wirsing, als sie an der Aschacher Kirche eine Gruppe Nachwuchs-Geologen um sich sammelte. Mit ihnen suchte sie nach Belegen, dass Aschach vor zig Millionen Jahren an einem Fluss und am Meer war. Der mächtige Sandsteinfelsen sei von einem mächtigen Fluss Sandkorn für Sandkorn angeschwemmt worden, habe sich verdichtet und sei dann wieder ausgewaschen worden.

In Gummistiefeln, Matschhosen und Regenjacken gingen die Kinder, die an der Ferienaktion der AOVE teilnahmen, zum Brüllbach, der zu einem gewaltigen Fluss anschwellen kann, wenn übermäßig viel Regen fällt. Kindgerecht erklärte Wirsing, wie das Wasser das Sandkorn oder auch zentnerschwere Gesteinsbrocken transportiert. Die Mädchen und Jungen durften mit Steinen, Holzstücken und Feuerletten, aus der die Uferböschung besteht, den Bach aufstauen und hernach das Wehr wieder zerstören. "Was hier nun mit einzelnen kleinen Sandkörnern geschieht, hat sich vor Millionen von Jahren sogar mit tonnenschweren Felsbrocken ereignet, wenn die Wassermassen mächtig genug waren", erklärte sie.

Am etwas höher gelegenen "Meeresstrand", den Wirsing auf 195 Millionen Jahre schätzte, gingen die Mini-Geologen auf Fossiliensuche und fanden versteinerte Austern, Schnecken und Tintenfische.
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