28.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Arbeiten für die neue Biathlon-Laserschießanlage laufen - Abschluss in einem Jahr Ein Loch im Entenbühl

Seit Beginn der Woche wird im Skilanglaufzentrum Silberhütte genau gezielt. Vorerst allerdings nur mit dem Nivelliergerät und noch nicht mit Lasergewehren. Biathlonfans müssen sich noch gedulden. Die modernen Laserschießbahnen werden im Sommer 2015 fertig sein.

Unmittelbar gegenüber dem Funktionsgebäude entsteht die Biathlon-Schießanlage. Auf der Silberhütte haben neben der Baufirma auch Josef Grüner, Alexander Klettner und Manfred Gleißner (von links) viel zu tun. Bild: nm
von Bernhard NeumannProfil

Dem Entenbühl fehlt jetzt eine Ecke. Arbeiter, Bagger und Lastwagen der Mitterteicher Baufirma Schaumberger sind dafür verantwortlich. Im Auftrag des Förderkreises, er kümmert sich um den Betrieb der renommierten Freizeitanlage, ging es los mit dem Erdabtrag. Einige Hundert Kubikmeter Material fallen an. Weit muss es nicht abgefahren werden. Es dient für Verbesserungen an verschiedenen Stellen der Loipen- und Skatingstrecken. Nicht bestätigt haben sich Befürchtungen zu den Verhältnissen im Untergrund. Einige gewichtige Steine tauchten zwar auf, massiver Fels blieb aber aus.

140 000 Euro Kosten

Der Umstand tut dem Finanzsäckel gut. Voraussichtlich 140 000 Euro fallen für die neue Attraktion dennoch an. Alleine wäre das für den Förderkreis nicht zu schaffen. Tatkräftige Unterstützung gibt es in Form von staatlichen Geldern. 50 Prozent fließen als Zuschuss. Stellvertretender Förderkreis-Vorsitzenden Manfred Gleißner weiß das zu schätzen: "Es ist die Basis dafür, das Projekt überhaupt in Angriff nehmen zu können. Aber auch die Hälfte der geschätzten Kosten ist für uns viel Geld. Mit der Biathlonanlage werten wir die Silberhütte allerdings noch einmal deutlich auf."

Die Verantwortlichen der Gemeinschaft wünschen sich mit einem Blick in die Zukunft vor allem offene Herzen: "Uns liegt daran, dass die Silberhütte als Bereicherung für die gesamte Region wahrgenommen wird. Das gilt für den Langlaufsport ebenso, wie für touristische Aspekte. Auch Radler, Wanderer und Spaziergänger finden an der bayerisch-böhmischen Grenze ein reizvolles Angebot." Sponsoren, Spender und möglichst viele Förderkreismitglieder können helfen, die ein oder andere Sorgenfalte zu glätten.

Keine scharfe Munition

Gleißner erinnerte am Mittwochabend an die am Fuß des Entenbühls geschaffenen Werte. Sie summieren sich inzwischen auf rund drei Millionen Euro. Enthalten sind darin die acht entstehenden Biathlon-Schießbahnen. Scharfe Munition wird es dort ab der Wintersaison 2015/16 nicht geben. Zum Einsatz kommt über eine Entfernung von zehn Metern Lasertechnik, die Gefahren für Schützen und Zuschauer ausschließt. Wirklichkeitsnah soll es aber schon zugehen. Mit den Sportwaffen muss repetiert werden und sogar Schussgeräusche sind zu hören.

Hilfe in fachtechnischen Fragen kommt von Josef Grüner. Der Schießsportexperte und Skilangläufer trägt mit Rat und Tat zu künftigen Biathlongefühlen bei. Unverzichtbar ist bei dem Projekt der vom Förderkreis angestellte Alexander Klettner. Sein Engagement und sein Können sind aktuell ebenso gefordert, wie bei der Loipenpflege oder den umfangreichen Arbeiten an den Gebäuden, Fahrzeugen und technischen Einrichtungen.

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