Archäologen auf der Baustelle des Gemeindeshauses - Pfarrer Klaus Keyser nicht erfreut
Alltagsspuren aus der Vergangenheit

Edelsfeld (aks) Einige Tage lang bot sich ein ungewöhnliches Bild auf der Baustelle des neuen evangelischen Gemeindehauses: Handarbeit statt Bagger. Der Grund für den mehrtägigen Einsatz des Archäologen Dr. Mathias Hensch lag im Gesetz. Dieses schreibt vor, Bodendenkmäler erst zu sichten und sichern, bevor Baumaschinen aller Historie ein gewaltsames Ende setzen.

Spektakuläres förderte das Expertenteam dabei nicht zutage. Allerdings fanden sich viele interessante Spuren des örtlichen Alltags zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert. Für die Regional- und Lokalgeschichte seien die erhaltenen Reste von Pfosten- und Ständerbauten durchaus wertvoll und sollten keinesfalls gering geschätzt werden, so Dr. Hensch.

Des einen Freud ist aber auch des anderen Leid und so kann sich Bauherr Pfarrer Klaus Keyser weder mit der durch die Grabungen entstandenen Bauverzögerung noch mit den damit verbundenen, allein von der Kirchengemeinde zu tragenden Mehrkosten anfreunden. Wer nicht schon die Gelegenheit vor Ort genutzt hat, den Archäologen direkt nach Hintergründen und Details zu befragen, der erhält genaue Informationen zum Projekt auch auf der Website von Dr. Hensch, die im Internet unter www.schauhuette.de zu finden ist.
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