19.07.2013 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Archäologin Nina Brundke stellt Buch über das mittelalterliche Gräberfeld in Mockersdorf vor Mosaikstein zur Heimatgeschichte

Zertrümmerte Knochen, schwere Steine auf Rippen und ein Kiefer aufgespießt auf einem Unterarmknochen - solche Funde zeigten vor zehn Jahren, welche Angst die Menschen im 8. und 9. Jahrhundert vor Untoten hatten. Archäologie-Studenten aus Bamberg und Wien haben mit ihrer Grabung am Gräberfeld bei Mockersdorf für Aufsehen gesorgt und waren für Boulevard wie Wissenschaft interessant.

von Autor LYProfil

Die Ergebnisse präsentierte Nina Brundke nun im Pfarrhof als Buch: "Das mittelalterliche Gräberfeld Mockersdorf - Archäologie im Schatten des Rauhen Kulms".

Für die Autorin war es die erste Lehrgrabung in ihrem Studium an der Bamberger Universität. Die Tage haben bei der heute 29-Jährigen Eindruck hinterlassen. "Die Mockersdorfer haben uns eine schöne Zeit beschert", sagt sie. 2009 hat sie ihre Magisterarbeit den Grabungen gewidmet. Diese liegt nun als Buch vor.

"Solche Ergebnisse müssen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden", lobte Simon Wittmann Brundkes Anstrengungen. Der Landrat nannte das Buch einen wichtigen Mosaikstein. "Wir dürfen das Gesicht unserer Heimat nicht verändern", plädierte er für die Erhaltung der Identität. Von der "Prägung des kulturellen Gedächtnisses" sprach Bürgermeister Wolfgang Haberberger. Die Stadt Neustadt trägt als Herausgeber zum Projekt teil.

Das Buch erscheint im Verlag Bodner Pressath als dritter Band der Reihe "Archäologische Beiträge zur Siedlungsgeschichte". Unterstützung bekam die Autorin vom Bezirk Oberpfalz, Denkmalamt, Landkreis, Amt für Ländliche Entwicklung, von der Gesellschaft für Archäologie in Bayern und der Regionalgruppe Otnant.

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