Auf Sozialhilfeniveau

Über Neuerungen im Arbeits- und Sozialrecht informierte Rechtsstellenleiter Josef Wismet. Er wies darauf hin, dass die Rechtsstelle der KAB Auskunft in allen Rentenfragen sowie im umfangreichen Komplex des Arbeits-, Sozial- und Steuerrechts erteile.

"Nur wer Bescheid weiß, kann mitreden", sagte Wismet zur Rentenversicherung. Er erläuterte die Neuregelungen, die aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland notwendig geworden seien. "Immer weniger junge Menschen zahlen ein, die Lebenserwartung steigt ständig. Damit ist ein längerer Rentenbezug gegeben", erklärte der Redner. Eine Gegenmaßnahme sei die Anhebung der Regelaltersrente auf 67 Jahre, die Versicherte ab dem Jahrgang 1964 betreffe.

"Um früher in Rente zu gehen, braucht man 35 Jahre Versicherungszeit. Dann ist auch die Rente mit 63 Jahren möglich." Wismet empfahl, sich zu bemühen, diese 35 Jahre voll zu machen. Eine vorzeitige Rente sei nur mit Abschlägen möglich. Da alle Reformmaßnahmen ausschließlich auf der Leistungsseite ansetzten, befürchtete der Rechtsstellenleiter, dass sich spätestens 2030 das Rentenniveau nur mehr geringfügig über dem Sozialhilfeniveau bewegen werde. Um Altersarmut zu vermeiden, sei von der KAB das Rentenmodell der solidarischen Alterssicherung entwickelt worden. Ausgehend von diesem Ziel fordere die KAB die Einführung einer "Sockelrente" als solidarische Pflichtversicherung für alle Einwohner. (du)
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