Aufträge für Pumpwerk und Leitungsverlegung
Vergabe mit Kritik

Wernberg-Köblitz. (cv) Zwei Vergaben standen in der Sitzung an: Ein Auftrag betraf die Erneuerung des Pumpwerks in der Austraße mit Maschinen- und Elektrotechnik sowie Stahlbetonpumpenschacht. Das günstigste Angebot hatte die Firma Fischer Elektrotechnik für 37 677 Euro abgegeben.

Zweite Baustelle: die Sanierung und Erneuerung des Wasserwerks. Um mit dem Neubau der Wasseraufbereitungshalle Ende Mai, Anfang Juni zu starten, müssen vorhandene Rohrwasserbrunnenleitungen zum bestehenden Wasserwerk aus der zukünftigen Baugrube ins Vorfeld verlegt werden. Hierfür hatte die Weidener Baufirma Scharnagl mit 73 627 Euro das wirtschaftlichste Angebot unterbreitet.

Der Sachverhalt war in der Sitzungsvorlage der Markträte enthalten, allerdings ohne Firmennennung und Angebot. Die Vergabevorschläge waren nach Überrechnung des Ingenieurbüros erst kurz vor der Sitzung um 16.30 Uhr bei der Verwaltung eingegangen, erläuterten Bürgermeister Georg Butz und Geschäftsleiter Stefan Falter. Dieser gab die geprüften Empfehlungen deshalb mündlich bekannt.
"Das soll nicht einreißen", mokierte sich Markträtin Marianne Schieder angesichts der fehlenden schriftlichen Unterlagen. "Verantwortungsbewusste Markträte müssen wissen, um was es geht, was angeboten wird".

"Ihr redet euch leicht", kommentierte Bürgermeister Georg Butz den Vorhalt mit Blick auf die personelle Situation im Rathaus. Um diese Zeit sei niemand da, um die Unterlagen für das gesamte Gremium zu kopieren. Wenn dieser enge Maßstab angelegt werde, müsse man damit leben, dass manches nicht so schnell und unverzüglich in die Sitzung kommen könne und manches Projekt dann eben vier Wochen später beginne. Der Auftrag Pumpwerk wurde mit drei, der Auftrag zur Wasserleitungsverlegung mit einer Gegenstimme vergeben.
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