Ausgang des Falles wegen gesetzwidrigem Umgang mit Betäubungsmitteln offen
Staatsanwalt ermittelt weiter

Das frühere Krankenhaus Eschenbach: Pläne, dort ein neues Gesundheitszentrum einzurichten, erhielten einen Dämpfer. (Foto: rn)
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Weiden wegen des Verdachts des gesetzwidrigen Umgangs mit Betäubungsmitteln am Krankenhaus Eschenbach dauern an. Das berichtete am Montag auf Anfrage Leitender Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer. Ein Ergebnis sei derzeit nicht absehbar.

Ebenfalls noch offen ist, ob und wann es zu einer Gerichtsverhandlung wegen möglicher Fehler auf der Geburtshilfestation in Eschenbach kommen wird. Dort hatte ein Junge im September 2004 nach einer Sauerstoff-Unterversorgung während der Entbindung schwere Gehirnschäden erlitten.

Die Eltern aus Grafenwöhr machen dafür das Krankenhaus, Hebamme und Gynäkologen verantwortlich. Sie fordern 300 000 Euro Schadenersatz. Laut Josef Sertl, dem Vizepräsidenten des Landgerichts Weiden, ist derzeit ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben. Mit einem Gerichtsverfahren sei frühestens in einigen Monaten zu rechnen.

Der Strafbefehl gegen die beteiligte Hebamme ist inzwischen rechtskräftig. Sie hat gegen die von der Staatsanwaltschaft geforderte Geldstrafe in Höhe von 2700 Euro wegen fahrlässiger Körperverletzung keine Rechtsmittel eingelegt.
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