Baggerbohrpflanzung auch bei schwierig zugänglichen Flächen einsetzbar
Füe unzugängliche Waldstücke

Kürzlich lud die Waldbesitzervereinigung (WBV) Nabburg/Burglengenfeld Interessierte zur Demonstration eines alternativen Pflanzverfahrens ein. Die Baggerbohrpflanzung eignet sich vor allem auf unzugänglichen Waldstücken und erspart vor- sowie nachbereitende Arbeiten.

WBV-Vorsitzender Georg Hottner begrüßte Geschäftsführer Reinhard Kreußel, die Revierleiter Hubert Amode (Pfreimd), Dieter Ernst (Schwandorf) und Fritz Reichert (Neunburg I) sowie mehrere Waldbesitzer.

Gut bei Bergahorn

An einem kleineren, bereits mit Douglasien bepflanzten Schneise östlich von Asbach, erläuterte Kreußel die Vorteile der Alternative. Die Baggerbohrpflanzung ist auch bei schwierig zugänglichen Flächen einsetzbar. Die ansonsten erforderliche Vor- und Nacharbeit entfällt.

Zum Beispiel liegen die Kosten bei Einsatz eines Minibaggers zur Bepflanzung eines Hektars mit Douglasien bei 5 800, mit Fichten bei 8 900 und mit Bergahorn bei 11 825 Euro. "Beste Erfahrungen wurden mit Bergahorn gemacht", merkte der Geschäftsführer an.

Alternatives Verfahren

Auf einem recht unwegsamen, brachen Waldstück in der Nähe von Hohenirlach konnten die Teilnehmer das Alternativverfahren vor Ort beobachten: Der Fahrer des Minibaggers entfernte mit dem Eisenrechen den hinderlichen Strauchbewuchs, der Bohrer schaffte die notwendige Lochtiefe und zwei Mann setzten die Pflanzen fachgerecht ein. "Diese Pflanzung ist ideal und kostengünstig", betonte Kreußel.

Laut Revierleiter Ernst setzt sich der Untergrund aus feuchten, lehmigen. sandigen und verdichteten Schichten zusammen und dieser Standort eigne sich am besten für die Eiche.

Die Pflanzfläche umfasst 3000 Quadratmeter, der Hektar Fördersatz liege bei 5 200 Euro und bei Verwendung zertifizierter Pflanzen fließe zusätzlich der Zuschuss von 200 Euro.
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