Bankdrücken: Silbermedaille für KSC-II-Neuzugang Frieda Holzer
Gabi Hirner Weltmeisterin

Über 300 Teilnehmer fanden den Weg nach Prag zu den Weltmeisterschaften im Bankdrücken der Masters 2013. Mit dabei waren auch zwei Athletinnen des KSC II Amberg. Gabi Hirner und Frieda Holzer qualifizierten sich bei den nationalen Titelkämpfen in der Kategorie MI (40 - 50 Jahre) und den Gewichtsklassen bis 57 kg und bis 72 kg.

Gabi Hirner, betreut von Europameister Hans-Jürgen Ehrt und Bruder Arthur, selbst mehrfacher Weltmeister, hatte mit Ann Kristin Olsen aus Norwegen und der Japanerin Tomoko Sakanaki zwei Konkurrentinnen, die mit gleich guten und sogar höheren Vorleistungen aufwarten konnten. Alle anderen Teilnehmerinnen dieser Gewichtsklasse hatten nichts mit der Vergabe der Medaillen zu tun. Bereits bei der Abwaage konnte sich Hirner gegenüber Olsen einen Gewichtsvorteil verschaffen, während die Japanerin als leichteste Athletin des Trios alle Vorteile auf ihrer Seite hatte, da bei gleicher Last der leichtere Athlet gewinnt.

Überraschend scheiterte Sakamaki an ihrer Anfangslast von 107,5 kg, während Gabi Hirner sich mit einem sicheren Versuch an die Spitze des Feldes drückte. In Runde zwei scheiterte Olsen klar an 110 kg, die hohe Steigerung war zuviel. Die Japanerin wiederholte ihre Anfangslast erfolgreich und war damit aufgrund des geringeren Körpergewichts wieder in Führung gegangen. Ein Umstand der nur bis zum souveränen Versuch der Ambergerin mit 110 kg währte.
In Runde drei war Taktik gefragt. Zuerst versuchte sich Olsen an 112,5 kg, die sie als schwerste Athletin für Gold benötigt hätte, scheiterte aber wiederum an der zu schweren Hantel. Nun musste die Entscheidung zwischen der Japanerin und der Deutschen im letzten Versuch fallen. Sakamaki musste zuerst antreten, Sie versuchte alles konnte das Gewicht aber nicht zur Hochstrecke bringen. Damit war Gabi Hirner zum zweiten Mal nach 2007 Weltmeisterin im Bankdrücken geworden, da konnte auch der ebenfalls zu schwere dritte Versuch mit 112,5 kg die Freude nicht trüben. Freudestrahlend nahm die KSC-Athletin die Goldmedaille auf dem Siegerpodest entgegen.

Nun richtete sich das Augenmerk der Betreuer auf Neuzugang Frieda Holzer, zu Ihrem ersten Start bei einer WM in der Gewichtsklasse bis 72 kg. Die Favoriten dieser Klasse waren ebenfalls ausgemacht, mit 145 kg Vorleistung war Titelverteidigerin Claudia Narovnigg aus Österreich eine Klasse für sich. Auf Platz zwei der Meldeliste war mit 117,5 kg die deutsche Meisterin Iris Kunkel, die mit 107,5 kg wiederum vor der Ungarin Erzsebet Schneider stand. Runde eins sah eine deutlich zu schwache Ungarin mit lediglich 85 kg. Auf Platz eins machte die Österreicherin mit 140 kg bereits alles klar. Der Kampf um die Plätze entbrannte zwischen Holzer und Kunkel. Nun machte sich das wochenlange harte Training mit überschweren Lasten für Holzer bezahlt, unter dem Jubel der Mannschaftskameraden und des Teams drückte Sie die 117,5 kg nervenstark und gültig nach oben - das war die nie erwartete Silbermedaille. Die Damen des deutschen Teams gewannen auch die Nationenwertung, auch wegen der beiden Medaillen von Hirner und Holzer.
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