02.06.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Barbara Haberl feiert 95. Geburtstag - Gottesdienstbesuch am Sonntag ist immer noch Pflicht Pfarrer serviert Kaffee und Kuchen

von Erich SpickenreitherProfil

Wenn man sein Leben mit 95 Jahren noch selber in die Hand nehmen kann und körperlich und geistig fit ist, ist das ein Geschenk und eine große Gnade, findet Barbara Haberl. Am Pfingstmontag feierte sie diesen seltenen Geburtstag mit Verwandten und Freunden.

Doch vor der Feier ging es für Haberl erst einmal in die Kirche. Das Mitfeiern des Gottesdienstes gehört bei ihr zum Leben. Haberl wurde am 31. Mai 1909 auf der "Hennermühle" geboren. Dort ist sie mit einem Bruder und zwei Schwestern, von denen eine bereits im Alter von 19 Jahren starb, aufgewachsen. Jeden Tag ging sie zu Fuß in die Schule nach Tännesberg. Im Alter von sechs Jahren verstarb ihr Vater und als Neunjährige musste sie zusehen, wie ihr Elternhaus abbrannte.

Heute wohnt Barbara Haberl bei der Familie ihres Sohnes Hans. Sehr wohl fühlt sich die Jubilarin am "Schlossberg": "Wir halten zusammen und haben ein gutes Miteinander." Nachbarin Rita Burger bestätigte dies und kommt jeden Tag zum "ratschn".

Gefreut hat sich die rüstige,recht humorvolle Jubilarin über die Glückwünsche von Pfarrer Edward, der es sich nicht nehmen ließ, die gläubige Christin beim Kaffee zu bedienen und sie mit einem Stück Kuchen überraschte.

Am Vorabend hatte bereits Bürgermeister Matthias Grundler für die Marktgemeinde gratuliert und der Jubilarin ein Glückwunschschreiben von Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber und eine Medaille der Patrona Bavariae überreicht. Eigens aus Marl in Nordrhein-Westfalen war eine befreundete Familie gekommen.

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