18.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Bayernliga: DJK Ammerthal holt einen Punkt bei Alemannia Haibach - Nikolai Seidel trifft Am Ende triumphiert die Kraft

Mit einem verdienten 1:1 bei Alemannia Haibach sicherte sich die DJK Ammerthal ihren dritten Auswärtspunkt, bleibt in der Bayernliga-Nord aber weiter sieglos. DJK-Trainer Andreas Speer war über weite Strecken mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, trauerte so ein wenig jedoch einem möglichen Dreier hinterher: "Wenn du in der Tabelle oben stehst, dann gewinnst du so ein Spiel."

Im Zweikampf nicht standfest: Der Haibacher Marco Trapp (vorne) fällt, rechts daneben holt sich Philipp Lämmermann den Ball, beobachtet von Dominik Haller. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Dabei benötigte Ammerthal vor allem in der ersten halben Stunde mehrfach Glück und die guten Reaktionen ihres Torhüters Kevin Schmidt, um nicht deutlich in Rückstand zu geraten. Schon nach 20 Sekunden musste Patrick Harmel einen Schuss von Breunig von der Linie holen. Bei weiteren guten Haibacher Gelegenheiten klärte Schmidt gegen Huth (4.), Breunig (19.) und erneut Huth (20.).

Erst danach bekamen die Gäste mehr Zugriff auf das Spiel. Florian Fromholzer unterband im Mittelfeld mehr und mehr die Angriffsversuche der Haibacher und initiierte Gegenangriffe. Gegen Ende der ersten Hälfte geriet das Tor der Unterfanken in Gefahr. Aber Patrick Emmel rettete gegen Thomas Götzl per Fußabwehr (29.) und war beim Kopfball von Nicolei Becker (36.) sowie einem Schuss von Fromholzer (42.) auf dem Posten. Kurz vor der Pause dann doch doch die Führung für Haibach. "Absolut unnötig, ein dummer Ball" ärgerte sich Speer über den langen Pass von Trapp auf Breunig, den der Alemannia-Stürmer zum 1:0 nutzte.

Speer hatte in diesem ersten Durchgang aber bereits festgestellt, wie den zuhause noch sieglosen Platzherren beizukommen war. "Immer nur lange Bälle auf die Stürmer - das hält kein Spieler 90 Minuten durch. Deshalb habe ich meine Mannschaft darauf hingewiesen, dass diese Partie über die Kraft entschieden wird. Und dass wir dabei die besseren Karten haben."

Das deutete sich sehr bald nach dem Wechsel an, denn Haibach musste deutlich Tempo aus der Partie nehmen. Im Mittelfeld wurden die Löcher immer größer und Chancen gab es nur noch zwei. In der 60. Minute verpasste Trapp eine Flanke von März und eine Minute vor dem Abpfiff flog ein Kopfball von Sauer wenige Zentimeter am Tor vorbei. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 1:1. Es waren zwei turbulente Minuten im Haibacher Strafraum, die Ammerthal zum Ausgleich nutzte. Zunächst war es ein langer Ball von de Biasi, der am Pfosten landete.

Noch geschockt von dieser Aktion patzte eine Minute später der eingewechselte Allig und brachte den Ball nicht weg - Nikolai Seidel hatte keine Mühe, dieses Geschenk anzunehmen. "Auch mit den Auswechselungen ist es gelungen, noch einmal frischen Wind in unser Spiel zu bringen", freute sich Speer über seine Personalentscheidungen. Am Ende wirkte Ammerthal deutlich spritziger als die müden Haibacher, traute sich aber nicht wirklich einen Sturmlauf zu: "Sonst stehen wir am Ende ganz ohne Punkt da, das wollten wir unbedingt vermeiden."

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