Bei den "Miesberglern" gibt es den Rechenschaftbericht in humorvoller Gedichtform - ...
Brauchtumspflege keine Worthülse

Schwarzenfeld. (mab) "In der Kürze liegt die Würze." So könnte man den Ablauf der Jahreshauptversammlung des örtlichen Trachtenvereines "D'Miesbergler" überschreiben. Die Rechenschaftsberichte waren absichtlich auf das Nötigste beschränkt, um noch genügend Zeit zur Unterhaltung und zum Tanz zu haben.

Gut gewirtschaftet

Schriftführerin Gerlinde Kasparides und Kassier Hermann Gottsauner ließen das abgelaufene Vereinsjahr Revue passieren. "Wir haben gut gewirtschaftet und können mit unserem Grundstock zufrieden sein," fasste Kassenverwalter Gottsauner die finanzielle Situation des Traditionsvereines zusammen. Vortänzer Karl Steinbacher berichtete von den öffentlichen Tanzproben, zu denen sich jeweils 30 bis 40 Tänzer und Interessierte - darunter sogar einige neue Plattler - im Gemeinschaftsraum an der Bergstraße eingefunden hatten. Die Familientanzabende, zu denen alle Interessierten eingeladen sind, finden übrigens an jedem zweiten Freitag im Monat statt.
Für die verhinderte Dirndlvertreterin Renate Irlbacher erinnerte Vorsitzende Lisa Wilhelm an die Neuanschaffung von Trachtenblusen. Sicherlich ein Novum bei einer derartigen Vereinsveranstaltung, dass der Rechenschaftsbericht des Vorstandes in Gedichtform vorgetragen wird. Lisa Wilhelm hat sich die Arbeit gemacht und dem oftmals so trockenen Rückblick damit eine besondere Kurzweiligkeit verschafft. Nach den Neuwahlen mit struktureller Neuausrichtung im vergangenen Vereinsjahr, galt es "sich erst einmal wieder selbst zu finden," so die rückschauende Betrachtung der engagierten Vorsitzenden. Mit hervorragend besuchten Veranstaltungen wie dem Adventsingen zusammen mit dem Bergchor St. Barbara oder auch dem Passionssingen in Organisationseinheit mit dem katholischen Frauenbund, konnten die Verantwortlichen mehr als zufrieden sein. Dass Mundart, Tradition und Brauchtum unzertrennbar miteinander verbunden sind, wurde bei "Bairisch gredt und gsunga" unter Regie von Gerhard Holz im Jugendheim deutlich. Lisa Wilhelm wünschte sich abschließend noch mehr Trachtlerzuspruch im jungen Alter.

Feuerwehr hilft

Großes Lob wurde der Feuerwehr Schwarzenfeld zuteil, nachdem bedingt durch einen Wasserrohrbruch am Aufbewahrungsort der Trachten in der Schule, eine zügige Umlagerung zum Kellerwirt erforderlich war. "So soll vereinsübergreifende Zusammenarbeit aussehen" freute sich Hermann Gottsauner über die spontane Hilfe der Wehr.

"Ihr habt euch auf die Fahnen geschrieben, die Tradition und das Brauchtum hochleben zu lassen und dafür könnt ihr auf jegliche mögliche Unterstützung des Marktes hoffen," dankte Bürgermeister Manfred Rodde den Vereinsmitgliedern.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.