26.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Bei der Kirwa den eigenen Ort und die Nachbarn ausgesungen: "Die Ensdorfer san orm dro" Thanham wird a grouße Numma

Traktor und Ladewagen hatten sie festlich geschmückt, sie selbst trugen zünftige Krachlederne: So holten die Thanheimer Kirwaburschen am Sonntagnachmittag ihre Moidln ein zum Tanz.

Simone Reichert und Markus Pangerl sind das Thanheimer Oberkirwapaar 2014. Bild: sön
von Hubert SöllnerProfil

Höhepunkt der dreitägigen Thanheimer Kirchweih war der Festgottesdienst zu Ehren des Namenspatrons in der Bartholomäus-Kirche am Sonntagvormittag. Anschließend war Frühschoppen im Festzelt angesagt. Bei vielen blieb an diesem Tag die Küche kalt: Bayerische Schmankerln wurden in der Dorfschmiede und im Festzelt serviert.

Gegen 15 Uhr rollte dann der Bulldog mit dem festlich geschmückten Ladewagen an. Die Sternpolka, den Jiffy-Mixer, den Kikeriki, Zwiefache, Bayrische und Walzer zeigten die zehn Paare, "Du, er und i," der Christian (Euphonium), der Mario (Schifferklavier) und der Martin (Gitarre), spielten dazu auf. Dazwischen hörte man, dass die Thanheimer die schönsten Moidln und Burschen und mit Florian Walter aus Ammersricht auch den besten Tanzlehrer haben.

Dann brachten zwei Burschen und ein Moidl mit Gstanzln alle zum Lachen. Sie sangen: "Unsre alten Kirwaleit stenga do und ham etza guad lacha. Die solln liaba hoamgeh und an Kirwanachwuchs macha. Sunst geht's uns wie die Ensdorfer, wo bald koa Paare mehr zambringa. Und wenn's a so kummt, dann kinna ma nix mehr singa."

Die Nachbarn bekamen noch weiter ihr Fett ab, denn "die Ensdorfer Kirwapaare, die san scho wirklich orm dro. Gscheide Schua kinna se se niard leistn - und 's Kirwakranzl schmeißens davo." Die Zuschauer amüsierten sich auch über "Thanham, des wird nu a ganz grouße Numma: Zwoa Spülplatz, de homma scho - und 's Baugebiet soll a nu kumma."

Dann wurde es spannend: Bei einem Walzer wurde der Blumenstrauß von Paar zu Paar weitergereicht, das Oberkirwapaar 2014 ausgetanzt. Simone Reichert und Markus Pangerl heißen die Glücklichen, die sogleich Süßigkeiten unters Volk warfen. Nach dem Ehrenwalzer spielten "Du, er und i" weiter im Festzelt auf, übernahmen auch am Abend das musikalische Kommando und die Paare skandierten "O Kirwa, lou niat nou."

Am Kirchweihmontag wurde nach einem Frühschoppen mit Weißwurstfrühstück der Bär durchs Dorf getrieben. Am Abend feilte dann die Band "Gipfelgaudi" noch einmal so richtig auf und gegen 22 Uhr wurde der Kirwabaum verlost.

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