10.03.2010 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Bei Feuerwehr Garsdorf in zehn Jahren von null auf 28 Prozent der Mitglieder: Frauen schwer im Kommen

von Autor GFRProfil

"Für die Feuerwehr Garsdorf ist im Juli 2009 ein langgehegter Wunsch, nämlich ein neues Feuerwehrgerätehaus, in Erfüllung gegangen", betonte Vorsitzender Franz Rösl bei der Jahreshauptversammlung im "Floriansschlössl", wie der Unterrichtsraum des neuen Gerätehauses getauft wurde.

2001 erstmals angesprochen, habe man gemeinsam den Neubau in Angriff genommen, sagte Rösl, wobei die Feuerwehr von Gemeinderat und Bürgermeister bestens unterstützt worden sei. Heute, so der Vorsitzende, werde die Garsdorfer Feuerwehr um ihr neues Domizil beneidet. Bei der Dorfkirwa sei das Gerätehaus eingeweiht und das Umfeld erstmals als Festplatz genutzt worden. Das Weinfest sei ein amüsanter Abend gewesen, sagte Rösl, den die Feuerwehr Garsdorf für den Herbst bereits wieder fest eingeplant habe.

"Tragende Säule"

Die Frauengruppe der Feuerwehr habe die Garsdorfer Winterkirwa mit weihnachtlichem Flair am Dorfplatz organisiert, musikalisch gestaltet von der Feuerwehr-Musikkapelle Garsdorf. "Die Feuerwehrfrauen bilden heute eine tragende Säule des Vereins", betonte Franz Rösl. Nachdem vor zehn Jahren erstmals Frauen dem Feuerwehrverein beitreten hätten können, seien heute bereits 28 Prozent der Mitglieder Frauen. Rösl erinnerte an einige gesellige Anlässe.
Für 2010 stehen die Jubiläen "300 Jahre Dorfkirche Hl. Franziskus Xaverius" und die 700-Jahr-Feier der Ortschaft Garsdorf an. Auch zehn Jahre Dorfkirwa kann 2010 gefeiert werden, und dafür trainiert Bettina Fehlner bereits 16 Kinder- und Jugend-Kirwapaare.

Die 40 aktiven Feuerwehrleute hatten, wie Kommandant Johann Pechtl erklärte, 2009 nur einen einzigen Einsatz bei einem Verkehrsunfall. Mit regelmäßigen Übungen, einem Motorsägekurs sowie einem Fahrsicherheitstraining wurden die Aktiven für Einsätze geschult. Bei der Brandschutzwoche im Herbst bereitet die Feuerwehr Garsdorf eine Übung für die Feuerwehren im Gemeindebereich Ursensollen vor. Pechtl kündigte an, dass die Jugendausbildung neu aufgestellt werde. So werde die Schutzkleidung für die Jugendlichen vervollständigt und der Wissenstest eingeführt. Pechtl gab einige Beförderungen bekannt.

Mit einem Gugelhupf bedankten sich die Garsdorfer Feuerwehrfrauen bei Bürgermeister Franz Mädler, der die Leistung aller ehrenamtlicher Helfer hervorhob, die in vielen tausend Arbeitsstunden ihr Feuerwehrgerätehaus verwirklicht hätten.

Hoher Stellenwert

Mädler stellte fest, dass die Gemeinde Ursensollen in den letzten beiden Jahren etwa eine halbe Million Euro für ihre Feuerwehren ausgegeben habe, wobei der Freistaat Bayern lediglich 83 000 Euro Zuschuss gewährt habe. Das zeige, welchen Stellenwert die Feuerwehren in der Gemeinde genießen. Gleichzeitig kündigte er an, dass künftig derart hohe Ausgaben nicht mehr möglich seien.

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