22.12.2003 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

BLLV-Bezirksgeschäftsführer Hermann Markl beklagt unverantwortliche Einschnitte für Lehrer - ...: "Damit ist jedes Maß überschritten"

von Redaktion OnetzProfil

Tirschenreuth. (hfz) Hart ins Gericht ging der Bayerische Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV) mit den vom Ministerium verordneten Einschränkungen und Belastungen: "Damit ist jedes Maß überschritten. Die Belastungsgrenze der Kolleginnen und Kollegen ist längst erreicht. Die Fürsorgepflicht des Staates wird geradezu ad absurdum geführt, die Arbeitskraft in unverantwortlicher Weise ausgebeutet", sagte Bezirksgeschäftsführer Hermann Markl.

Der Anlass des Treffens im Kreisverband Tirschenreuth/Waldsassen war jedoch erfreulich. Viele Mitglieder, die ihrer Standesvertretung schon seit 25, 40 oder sogar 50 Jahren die Treue halten, standen im Mittelpunkt. Hermann Markl überreichte Urkunden und Geschenke des Bezirksverbands an den Kreisvorsitzenden Wilhelm Trisl, an Ottomar Höfer und Horst Michl (40 Jahre) sowie Barbara Weber (50 Jahre). Er würdigte die Verdienste der Kolleginnen und Kollegen über die tägliche schulische Arbeit hinaus, vor allem die ehrenamtliche Tätigkeiten in Verbänden, Vereinen und Parteien. Markl dankte für die "gelebte Solidarität" und bat um weiteres Engagement für die Belange des Berufsstandes.

Von Seiten des Kreisverbandes wurden weitere Mitglieder geehrt: 30 Jahre im BLLV sind Josef Daubenmerkl, Anneliese Schmidkonz und Marianne Stangl. 35 Jahre Mitglied sind Klaus Dörre, Martin Güntner, Agnes Ockl, Klaus und Marita Späth und Hildegard Spreitzer. 45 Jahre gehört Georg Polossek dem BLLV und Herta Ries-Bernsdorf gar 55 Jahre an.

Streichung des Urlaubsgeldes, Verminderung des Weihnachtsgeldes, teilweise Aufhebung der Altersermäßigung, starke Einschränkungen bei der Altersteilzeit, Erhöhung der Antragsaltersgrenze für die Pensionierung, Verlängerung der Wiederbesetzungssperre auf 20 Monate bei Rektorstellen, Verschlechterungen bei Beihilfeleistungen und nicht zuletzt die Erhöhung der Arbeitszeit, verbunden mit Präsenzpflicht in der Schule an zwei Nachmittagen: Markls Liste der Kritik am Ministerium war lang. Der BLLV habe deshalb die Aktion "Rotstift" gestartet, bei der durch Befragung der Mitglieder festgestellt wird, welche Arbeiten in Zukunft von den Lehrern vor allem an Grund- und Hauptschulen nicht mehr erbracht werden können. Der Sprecher sah durch die Sparmaßnahmen die Versorgung mit Lehrkräften in absehbarer Zukunft nicht mehr gewährleistet, weil Lehramtsstudenten unter den gegebenen Arbeitsbedingungen nicht mehr zu gewinnen seien.

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