Bürgerfest: Zahlreiche Attraktionen, viele Gäste
Starke Trommler: Stadtplatz bebt

Zusammenrücken war am Sonntag am Karlsplatz angesagt: 130 Tischgarnituren reichten nicht aus, um beim Bürgerfest den Gästen aus nah und fern eine Sitzmöglichkeit zu gewähren. Begünstigt durch ideales Sommerwetter - nur am Morgen hatte leichter Nieselregen für kurzzeitige Irritationen gesorgt - geriet die Veranstaltung zu einem dreifachen Erfolg.

Zum einen war das Bürgerfest ein Heimat- und Altstadtfest, zum anderen ein Begegnungstreff mit in der Ferne lebenden Eschenbachern und schließlich auch eine Wiedersehensfeier mit Soldaten der US-Partnereinheit, die aus dem Afghanistaneinsatz zurückgekehrt sind.

Stadtpfarrer Thomas Jeschner eröffnete das Geschehen am Karlsplatz mit einem Gottesdienst, den die Stadtkapelle mit der Schubert-Messe musikalisch gestaltete. In seiner Predigt ging der Geistliche auf das Evangelium von der wundersamen Brotvermehrung ein und rief die Gläubigen dazu auf, Träger des Leibes Christi zu sein. Sein abschließender Wunsch war es, dass das Bürgerfest der Gemeinschaft und dem Zusammenrücken dienen möge.

Das weltliche Geschehen begann vor der Musikbühne, wo die Feuerwehr einen Schanktisch mit Fass und Gläsern für den Bieranstich vorbereitet hatte. Bürgermeister Peter Lehr hieß zuvor die Ehrengäste willkommen, darunter die nordostbayerische Rosenkönigin Maxime I. aus Grafenwöhr.

Amerikaner feiern mit


Vinzenz Dachauer, der Vorsitzende des Stadtverbands, sah im Engagement der Vereine den Erfolg der Bürgerfeste mitbegründet und zeigte sich erfreut über die erneute Anwesenheit der "amerikanischen Freunde, die sich gestern schon sehr zahlreich unter das feiernde Volk gemischt hatten". Als Vertreter des 2-28 Infantry Battalion, seit Sommer vergangenen Jahres die Partnereinheit der Stadt Eschenbach, maß Major Christopher Dean, ebenso wie sein First Sergeant Richard Gilley, der Partnerschaft eine besondere und wichtige Bedeutung bei.

Er dankte für die Kontakte zwischen der Stadt und den für mehr als ein Jahr nach Afghanistan abkommandierten Soldaten seiner Einheit. Sein Lob galt den freundlichen und netten Leuten der Rußweiherstadt. Kräftigen Applaus erntete er für seine Bemerkung, dass er seit vier Jahren hier lebe, seine beiden Kinder hier geboren seien und er "glücklich und stolz" darüber sei: "Ich bin Eschenbacher".

Dean brachte abschließend seine Hoffnung auf eine weiterhin gute Partnerschaft zum Ausdruck und zapfte mit einigen kräftigen und sicheren Schlägen das erste Fass Bürgerfestbier an.

Wie Karneval in Rio

Dann wurde gefeiert. Nahezu zu jeder vollen Stunde enthielt das Nachmittagsprogramm eine andere Attraktion. Den letzten Auftritt übernahmen starke Trommler: "Jalapenos Percussion" aus dem Raum Amberg. Nicht nur die Instrumente zierten brasilianische Embleme: Die Mitglieder der Samba-Percussiongruppe, die sich erst seit Herbst vergangenen Jahres zusammengefunden hat, ließen Erinnerungen an den Karneval in Rio aufkommen.

Ihre Darbietung brachte den Stadtplatz zum Beben und das begeisterte Publikum zum rhythmischen Mitklatschen. Damit wurde wahr, was der Leiter von "Jalapenos Percussion" zu Beginn den Besuchern des Bürgerfests angekündigt hatte: "Wir wollen euch etwas von den Stühlen reißen".
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